
Die Staatsanwaltschaft Wien hat das Ermittlungsverfahren gegen Alfred Hudler, Ex-Geschäftsführer der Spanischen Hofreitschule, gänzlich eingestellt. Das teilte Hudlers Anwalt Norbert Wess am Dienstag mit .
Hudler wurde in einer Sachverhaltsdarstellung des Landwirtschaftsministeriums im Juli 2025 Untreue vorgeworfen, in Zusammenhang mit Dienstreise- und Spesenabrechnungen. Hudler wies die Vorwürfe als substanzlos und politisch motiviert zurück.
Die Anzeige war auf Initiative des Generalsekretärs im Ministerium, Johannes Abentung, erfolgt. Das Ergebnis der vom Aufsichtsrat der Hofreitschule beauftragten unabhängigen Prüfung durch PwC wurde nicht abgewartet, die Anzeige nicht mit dem Aufsichtsrat abgestimmt.
Der damalige Aufsichtsratsvorsitzende, Verkehrsbüro-Chef Martin Winkler, schrieb an den Minister, dass „dem an den Aufsichtsrat in diesem Gespräch herangetragenen Ansinnen, Herrn Dr. Hudler umgehend zu entlassen, mangels nachvollziehbarer Sachverhaltsgrundlage nicht nachgekommen werden“ konnte. Der Aufsichtsrat wurde ausgetauscht.
Das Ergebnis der PwC-Prüfung, die der Aufsichtsrat auf Anraten des Präsidenten der Finanzprokuratur, Wolfgang Peschorn, beauftragte, entalstete Hudler. Es habe keine Hinweise ergeben, auf „systematisch falsche und/oder wesentlich überhöhte Firmenkreditkartenabrechnung und/oder Speseneinreichungen“.
Der Schaden für Hudler ist enorm, die Reputation des entlassenen Manager war schwer angeschlagen. Die Vorwürfe waren damals umgehend öffentlich bekannt geworden. Das Verfahren hab für Hudler und seine Familie „eine enorme persönliche und berufliche Belastung dargestellt“, betont Wess.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



