Österreicher verschwenden jährlich genießbare Lebensmittel um 400 Euro

Wirtschaft

Die Verschwendung von Lebensmitteln bleibt ein Problem: 2024 wurden hierzulande 1,175 Millionen Tonnen Nahrungsmittel weggeworfen, so die aktuellsten Zahlen des Umweltbundesamts. Fast die Hälfte davon war vermeidbar, das bedeutet, dass sie weggeworfen wurden, obwohl sie genussfähig und oft noch originalverpackt waren.

Damit ist die Gesamtmenge an weggeworfenen Lebensmitteln seit 2020 zwar um drei Prozent gesunken, in den österreichischen Haushalten werden aber weiterhin jedes Jahr rund 69 Kilogramm pro Person weggeworfen. Mehr als 25 Kilogramm davon wären noch genießbar. Durchschnittlich wirft also jeder Österreicher jedes Jahr verzehrbare Lebensmittel im Wert von 400 Euro zuhause in den Mistkübel.

Mehr als die Hälfte der Lebensmittelverschwendung entfällt auf Haushalte

Die Haushalte machen den Großteil der gesamten Verschwendung aus (54 Prozent), gefolgt von Lebensmittelverarbeitern und der Gastronomie (je rund 20 Prozent), sowie dem Handel (6 Prozent) und der landwirtschaftlichen Produktion (ein Prozent).

„Lebensmittel gehören auf den Teller, nicht in den Mistkübel. Wer Lebensmittel rettet, schützt Ressourcen, zeigt Wertschätzung für die Arbeit unserer Bäuerinnen und Bauern und spart bares Geld“, kommentiert Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) die aktuellen Zahlen.

Neben den wirtschaftlichen Folgen für die einzelnen Haushalte ist die Lebensmittelverschwendung auch ein drängendes Umwelt-, Klima- und Ressourcenproblem. Und das weltweit: Laut einem Bericht des Weltklimarats wird geschätzt, dass sie für rund 10 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich ist.

Kampagne soll helfen, internationale Ziele zu erreichen

Aus diesem Grund sehen die Vereinten Nationen in ihren Nachhaltigkeitszielen eine Halbierung der Lebensmittelverschwendung bis zum Jahr 2030 vor. Zudem wurden im vergangenen Jahr von der Europäischen Union verbindliche Reduktionsziele von 10 Prozent in der Verarbeitung und 30 Prozent beim Konsum (in Haushalten, im Handel und in der Gastronomie) festgelegt.

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In Österreich gibt es Studien zufolge vor allem bei den jungen Menschen im Alter von 18 und 30 Jahren noch großes Aktivierungspotenzial. Das Landwirtschaftsministerium will diese mit der neuen Kampagne „Mach’s wie Oma: Rette Lebensmittel!“ erreichen. So sollen junge Menschen statt mit Verboten und Moralappellen humoristisch und mithilfe von praktischem Alltagswissen informiert werden.

Im Mittelpunkt stehen dabei vier Handlungsfelder: Einkäufe planen, Lebensmittel richtig lagern, Reste verwerten und das Mindesthaltbarkeitsdatum richtig verstehen. Alltagstipps und Restl-Rezepte bietet das Ministerium unter www.rette-lebensmittel.at. „Oft reichen dafür schon ein paar einfache Gewohnheiten, die unsere Großelterngeneration noch ganz selbstverständlich gelebt hat“, so Totschnig zur Kampagne.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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