
Die Stimmung bei den Hotellerie- und Gastronomiebetrieben ist mit Blick auf die aktuelle Sommersaison gut. Laut einer Befragung sind 78 Prozent der Betriebe aus beiden Branchen positiv gestimmt. „Es ist ein positiver Trend gegenüber dem Vorjahr zu erkennen“, kommentiert der Spartenobmann für die Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Georg Imlauer, das Ergebnis. Der Ausblick in den Herbst fällt bei den Hoteliers getrübter aus, mehr als ein Drittel blickt verhalten auf die kommenden Monate.
Die Auslastung in den Hotels sei um rund 1,5 Prozent zum Vorjahr gestiegen. In der Gastronomie sei teils eine Konsumzurückhaltung spürbar gewesen. „Die Gäste konsumieren weniger und bewusster. Aus der Flasche Wein wird ein Glas oder man teilt sich die Vorspeise“, berichtet der Gastronomie-Spartenobmann Alois Rainer. Zu kämpfen hätten die Betriebe in beiden Branchen mit steigenden Kosten.
Die Kosten für Energie und Lebensmittel „laufen davon“
Bei den Befragten wirkten sich demnach vor allem hohe Preise für Energie, Lebensmittel sowie Steuern und Abgaben auf den Ertrag aus. „Uns laufen die Kosten davon“, resümiert Imlauer. Angespannt sei die Lage für einige Betriebe auch bei den Investitionen. Ein Drittel gab bei der Befragung an, nur noch „absolut notwendige“ Investitionen tätigen zu können. Unterdessen könne ein Fünftel seine Investitionsvorhaben vollständig umsetzen.
Einen Aufwärtstrend gab es bei der Hotellerie und der Gastronomie bei der Beschäftigung. Insgesamt seien rund 260.000 Personen in den beiden Branchen beschäftigt und damit so viele wie noch nie, so Rainer. Dennoch würden mehr Mitarbeiter in den Tourismusbranchen gebraucht.
Arbeitgeber zufrieden mit dem neuen Kollektivvertrag
Die Beschäftigten haben seit gestern Gewissheit über die Zukunft ihres Kollektivvertrags. Nach monatelangem Ringen wurde bekanntgegeben, dass in der Tourismusbranche die Gehälter per 1. Oktober durchschnittlich um 3,02 Prozent erhöht werden. „Das ist das absolute Maximum, das wir geben können“, kommentierte Imlauer den Abschluss.
Mit dem Kompromiss sind die Wogen zwischen den Sozialpartnern jedoch noch nicht geglättet. Der Abschluss sei gut, doch der Weg dorthin habe die Arbeitgebervertreter verärgert.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



