Porsche streicht 500 Stellen: Aus für Batterie-Tochter und E-Bike-Systeme

Wirtschaft

Porsche vollzieht einen radikalen Strategiewechsel und trennt sich von mehreren Tochtergesellschaften. Insgesamt fallen rund 500 Arbeitsplätze in Deutschland und Kroatien weg, wie der Sportwagenbauer am Freitag mitteilte. Betroffen sind die Batteriezell-Tochter Cellforce, das E-Bike-Geschäft sowie die Software-Tochter Cetitec.

Batteriezell-Hoffnung vor dem Aus

Besonders einschneidend ist das Ende für Cellforce. Die Geschäftsleitung werde Gespräche mit dem Betriebsrat zur Schließung des Unternehmens aufnehmen, teilte Porsche mit. Rund 50 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz. Für die Batteriezell-Tochter gebe es „im Rahmen der strategischen Neuausrichtung mit einer technologieoffenen Antriebsstrategie keine ausreichend tragfähige Perspektive mehr“, so die offizielle Begründung.

Ursprünglich sollte Cellforce eine Batteriezellfabrik mit einem Produktionsvolumen von etwa einer Gigawattstunde pro Jahr aufbauen. Doch bereits im Sommer 2025 wurden die ambitionierten Pläne kassiert, die Fabrik gestrichen. Stattdessen sollte sich das Unternehmen auf Entwicklungsarbeit konzentrieren – offenbar ohne Erfolg.

Schwächelndes Elektro-Geschäft als Auslöser

Der Rückzug ist eine direkte Reaktion auf das schwächelnde Geschäft mit Elektro-Sportwagen. Die Nachfrage entwickelt sich nicht so dynamisch wie ursprünglich prognostiziert. Porsche zieht daraus nun Konsequenzen und setzt auf eine „technologieoffene Antriebsstrategie“ – ein Eingeständnis, dass die reine Elektrifizierung nicht den erhofften Durchbruch brachte.

Auch E-Bikes und Software betroffen

Neben Cellforce stellt Porsche auch das E-Bike-Geschäft komplett ein. In Ottobrunn und Zagreb verlieren rund 350 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz. Die Porsche eBike Performance war angetreten, um leistungsstarke E-Bike-Antriebssysteme zu entwickeln und weltweit zu vermarkten.

Weitere 90 Stellen fallen bei der Software-Tochter Cetitec in Pforzheim und Kroatien weg. Das Unternehmen entwickelte spezialisierte Software für Datenkommunikation. Doch auch hier habe sich das Marktumfeld verändert und Entwicklungsumfänge seien verlagert worden, hieß es. Der Konzernumbau zeigt: Auch Premiumhersteller müssen sich in Zeiten unsicherer Marktentwicklung auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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