
Neue Entwicklungen in der Causa Pilnacek: Wie der Standard berichtet, hat die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) einen Strafantrag gegen Karin Wurm, die Freundin des verstorbenen Justiz-Sektionschefs Christian Pilnacek, sowie gegen deren Mitbewohnerin Anna P. eingebracht. Der Vorwurf: Die beiden sollen Ermittler über den Verbleib von Pilnaceks Laptop falsch informiert haben.
Anna P., damals im Büro von Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) tätig, erklärte im Mai 2024, sie könne sich nicht mehr erinnern, wann sie den Laptop zuletzt gesehen habe. Karin Wurm gab gegenüber den Behörden an, sie habe nach dem Gerät gesucht, es jedoch nicht gefunden.
Spätere Ermittlungen sowie Aussagen im Pilnacek-Untersuchungsausschuss zeichneten allerdings ein anderes Bild: Demnach soll der Laptop nach Pilnaceks Tod zunächst von Anna P. an einen IT-Techniker und anschließend an den Unternehmer Christian Mattura weitergegeben worden sein.
Fünf Einvernahmen beantragt
Für die anstehende Gerichtsverhandlung beantragte die WKStA laut Standard die Einvernahme von fünf Personen, darunter Mattura und dessen Bekannter Peter Hochegger. Der frühere Lobbyist war bei einem Gespräch im Büro des Investigativjournalisten Michael Nikbakhsh anwesend, bei dem Wurm, P. und Mattura offen über die Causa gesprochen haben sollen. Dabei behauptete Anna P. laut Berichten auch, Bundespolizeidirektor Michael Takacs habe ihr geraten, den Laptop verschwinden zu lassen. Diese Aussage zog sie später zurück, Takacs weist den Vorwurf zurück.
Sowohl Wurm als auch P. relativierten ihre früheren Angaben später und verwiesen auf den emotionalen Ausnahmezustand nach Pilnaceks Tod. Für beide gilt die Unschuldsvermutung.
Source:: Kurier.at – Politik



