Michael Höllerer übergibt Taktstock an Martin Hauer

Wirtschaft

„Sie sind wie Zwillinge!“ So beschreibt Erwin Hameseder, Obmann der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien, Michael Höllerer und Martin Hauer. Damit meint Hameseder weniger die Optik der beiden Banker, sondern vielmehr deren persönlichen Zugang zu den Aufgaben, die sie zu meistern haben. Insofern trifft es sich gut, dass die beiden Manager nun mit 1. Juli mit wichtigen operativen Leitungen betraut wurden.

Hauer übernimmt von Höllerer die Position des Generaldirektors von Raiffeisen Nö-Wien (Holding und Raiffeisenlandesbank), während Höllerer an die Spitze der Raiffeisenbank International (RBI) wechselt. „Michi Höllerer hat frischen Wind in beide Häuser gebracht, es ist viel weitergegangen“, sagte Hameseder im Rahmen der Jahrestagung von Raiffeisen NÖ-Wien. „Der Kurs stimmt, Michael Hauer übernimmt ein hoch motiviertes Haus.“ Hauer wiederum kenne Raiffeisen wie kaum ein anderer und stehe für Kontinuität sowie Kundennähe.

Höllerer, der vier Jahre lang an der Spitze stand, betonte, gemeinsam mit seiner Mannschaft viel erreicht zu haben. „Im Kerngeschäft sind wir gewachsen, in der Holding haben wir ein aktives Beteiligungsgeschäft gelebt.“ Sein Nachfolger Hauer benötige keine Ratschläge, er solle so bleiben, wie er ist – ein loyaler, ausgeglichener und gelassener Kollege.

Hauer, seit 2011 bei Raiffeisen und seit 2018 Vorstandsdirektor der Bank für Privatkunden & KMU, sieht sich auf Augenhöhe mit den Allerbesten, sowohl im Banking als auch in unseren Beteiligungen. „Wir werden uns aber noch mehr als heute in intensivstem Wettbewerb mit global agierenden Unternehmen messen müssen.“

Abschied nehmen heißt es auch für Johann Strobl, seit 2017 RBI-Chef. Hameseder betonte in seiner Rede die Erfahrung, Ruhe, Weitblick und soziale Verantwortung des 65-Jährigen – nie habe er seine eigene Person in den Mittelpunkt gestellt.

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Hameseder verlieh Strobl für seine außerordentlichen Verdienste und langjährige Tätigkeit das Raiffeisen-Ehrenzeichen in Gold mit Diamant. „Ich habe es immer sehr gerne gemacht, aber freue mich, künftig aus der Distanz zuschauen zu dürfen“, sagte Strobl. Höllerer wiederum erhielt das Ehrenzeichen in Gold. „Es ist eine große Ehre, für Raiffeisen zu arbeiten“, so der Ausgezeichnete, der den Taktstock wortwörtlich an Hauer übergab. „Manchmal werden wir für unsere Kultur belächelt, aber wer keine Kultur hat, hat verloren“, so Höllerer.

Politik

In einer Videogrußbotschaft gratulierte Bundeskanzler Christian Stocker Raiffeisen NÖ-Wien zum 140-jährigen Bestehen. Zugleich bedankte er sich beim Bankensektor, der die Verlängerung der erhöhten Bankenabgabe zu tragen hat, und sprach von „schmerzhaften Kompromissen“. 

Hameseder ging in seiner Rede auch darauf ein und beklagte, dass den Banken immer mehr Vorschriften gemacht würden, zugleich aber die Sonderabgabe verlängert werde. „Das schränkt die Fähigkeit, Investoren mit Krediten zu fördern, ein. Am Ende zahlt der gesamte Standort den Preis dafür.“

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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