Für einen Oscar nominiert: „Die kleine Amélie oder Der Charakter des Regens“

Kultur

Von Gabriele Flossmann

Der französisch-belgische Animationsfilm basiert auf dem autobiografischen Roman „Metaphysik der Röhren“ von Amélie Nothomb. Die Geschichte folgt dem belgischen Mädchen Amèlie, das in Japan aufwächst und gemeinsam mit ihrer Freundin Nishio-san die Welt entdeckt. Ihr dritter Geburtstag wird zum Wendepunkt: Erstmals entwickelt sie ein bewusstes Selbstbild und erkennt, dass sie Teil einer größeren Realität mit anderen Menschen, Regeln und Veränderungen ist.

Für ein erwachseneres Publikum ist das Anschauen dieses Films eine seltsame Erfahrung. Denn einerseits wird man dazu eingeladen, die Welt aus Sicht der knapp dreijährigen Titelfigur zu entdecken. Auf der anderen Seite lauern hinter wunderschönen Bildern teils existenzielle Fragen, die auch ein wenig ältere Kinder kaum verstehen werden. Für die begleitenden Eltern und generell für ältere Zuseherinnen und Zuseher bleiben aber die Antworten zu sehr – kindgerecht? – an der Oberfläche. Die fantasievoll gestalteten Einblicke in die Alltags- und Lebenskultur von Japan sind zumindest optisch ein Erlebnis. Die Produktion war bei der diesjährigen Oscar-Feier als „Bester Animationsfilm“ nominiert. 

INFO: F/BEL 2026. 77 Min. Von Maïlys Vallade und Liane-Cho Han.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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