Filmschaffende nehmen neuen Anlauf für Einführung einer Streamingabgabe

Kultur

Unter dem Motto #FairStreamtBesser haben mehr als 100 Filmschaffende eine Kampagne für die baldige Einführung einer Streamingabgabe in Österreich gestartet. Videos und Sujets der Beteiligten sollen bei der Initiative von Claudia Wohlgenannt, Obfrau der Wiener Fachverbands Film- und Musikwirtschaft, in den kommenden Wochen in Sozialen Medien auf dieses Finanzierungsmodell aufmerksam machen, bei dem auch internationale Streamingplattformen zur Kasse gebeten werden sollen.

„Wer von unserem Filmstandort, unseren Talenten und unserem Know-how profitiert, soll auch einen fairen Beitrag leisten. Die Branche ist bereit – im Herbst ist die Politik am Zug“, so die Filmproduzentin Wohlgenannt am Montag in einer Aussendung. „Die Streamingabgabe wird seit Monaten diskutiert. Im Herbst muss aus den Diskussionen eine Entscheidung werden. Österreich braucht endlich faire Wettbewerbsbedingungen und eine nachhaltige Finanzierung für den heimischen Film“, wird WKÖ-Fachverbandsobmann Alexander Dumreicher-Ivanceanu zitiert.

Ausnahmeregelungen für heimische Anbieter versprochen

Die von der Filmbranche herbeigesehnte und von Kulturminister Andreas Babler (SPÖ) in Aussicht gestellte Streamingabgabe soll Internationale Streaminganbieter, die in Österreich Umsätze erzielen, dazu verpflichten, Abgaben zu leisten und hierzulande auch Investitionen zu tätigen. Vergleichbare Modelle bestehen bereits in zahlreichen europäischen Ländern, heißt es.

Kritik an den Plänen kommt von den heimischen Privatsendern sowie dem WKÖ-Fachverband Telekom/Rundfunk, die sich in wirtschaftlich schwierigen Zeiten einem weiteren Abgabendruck ausgesetzt sehen. Für heimische Medien seien „umfassende Ausnahme- und Anrechnungsregelungen vorgesehen, die dafür sorgen werden, dass der lokale Medienmarkt von der Streamingabgabe nicht übermäßig betroffen sein wird“, hieß es dazu schon vor längerem seitens Kultur- und Medienminister Andreas Babler (SPÖ), der am Montagabend im ORF-„Sommergespräch“ erwartet wird. Nachdem ein Entwurf aus Bablers Kulturministerium keine Mehrheit innerhalb der Dreierkoalition erzielen konnte und daher nicht im Doppelbudget Niederschlag fand, ist der politische Prozess zur Abgabe (Levy) ins Stocken geraten.

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Die Kampagne wird der Aussendung zufolge u.a. von den Schauspielerinnen Verena Altenberger, Valerie Huber, Ursula Strauss, Lilian Klebow, Pia Hierzegger, Claudia Kottal, Hilde Dalik ihren Kollegen Manuel Rubey, Simon Schwarz, Erwin Steinhauer, Günther Lainer, den Regisseuren Michael Kreihsl und Harald Sicheritz und der Filmeditorin Evi Romen unterstützt.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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