Österreichische Filme in der Festival-„Wundertüte“ von San Sebastián

Kultur

Österreich ist beim kommenden 74. Internationalen Filmfestival von San Sebastián gleich mit zwei Produktionen vertreten. Der Wiener Regisseur Rainer Frimmel stellt in der nordspanischen Küstenstadt „The Loneliest Man in Town“ vor. Der somalisch-österreichische Filmemacher Mo Harawe ist mit seinem Kurzfilm „Whispers of a Burning Scent“ am Start.

Beide österreichischen Produktionen nehmen im offiziellen Wettbewerb der renommierten Nebenreihe Zabaltegi-Tabakalera teil. Die Wettbewerbssparte gilt auch als die „Wundertüte“ des Festivals, da es keine Genre- oder Längenvorgaben gibt.

Rainer Frimmel stellt zusammen mit Co-Regisseurin Tizza Covi in „The Loneliest Man in Town“ die Geschichte des alternden Wiener Bluesmusikers Alois Koch vor, der sein Zuhause verlassen muss, da eine Immobilienfirma das Haus abreißen will. Damit verliert der auch als Al Cook bekannte Musiker aber mehr als nur seine Wohnung. Al Cook spielt in der Mischung aus Dokumentation und Fiktion sich selber.

Der am 13. November in den österreichischen Kinos anlaufende Film wurde bei der vergangenen Berlinale im Februar bereits mit dem Giuseppe-Becce-Preis ausgezeichnet und erhielt zudem eine Special Mention der deutschen Arthouse-Kinobetreiber.

Unterdessen erzählt der 1992 in Mogadischu geborene Regisseur Mo Harawe in seinem Kurzfilm „Whispers of a Burning Scent“ die Geschichte eines Hochzeitsmusikers, der sich am selben Tag, an dem er bei einer wichtigen Hochzeit auftreten soll, wegen der Ausnutzung seiner Frau vor Gericht verantworten muss und dabei ins gesellschaftliche Rampenlicht gerät.

Der seit 2009 in Österreich lebende Harawe stellt immer wieder Menschen in den Fokus, die unter schwierigen gesellschaftlichen Bedingungen ihr Leben organisieren müssen. Sein Kurzfilm „Life on the Horn“ (2020) erhielt eine Auszeichnung in Locarno. „Will My Parents Come to See Me“ (2022) wurde bei der Berlinale gezeigt und gewann später den Österreichischen Filmpreis als bester Kurzfilm. 2024 gelang Harawe mit „The Village Next to Paradise“ der internationale Durchbruch. Der Film war sein Spielfilmdebüt und lief in Cannes in der Reihe Un Certain Regard. Es war der erste somalische Film, der in dieser offiziellen Cannes-Auswahl gezeigt wurde.

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Nun buhlen Frimmel und Harawe in San Sebastián um den mit 20.000 Euro dotierten Zabaltegi-Preis. San Sebastián gehört neben Cannes, Berlin und Venedig zu den international bedeutendsten Filmfestivals der Welt. Die 74. Festivalausgabe findet heuer vom 18. bis 26. September statt.

www.sansebastianfestival.com/in

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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