Transfer-Desaster am Deadline Day: Was bei Rapid schiefgegangen ist

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123 Neuzugänge wurden in diesem Transfersommer bei der Bundesliga angemeldet. Also im Schnitt über zehn Kicker pro Erstligist, bei Salzburg sind es sogar 17 Neue.

Letzter dieser Liste ist Rapid, mit zwei Neuen.

Sowohl Tonni Adamsen als auch der um 100.000 Euro zurückgekaufte Nico Bajlicz waren absolute Wunschspieler von Trainer Johannes Hoff Thorup – beide haben sich als Verstärkungen etabliert.

So viel mehr wollte der Däne auch gar nicht. Hoff Thorup ist es wichtig, Talente zu forcieren – wie Eaden Roka und Moulaye Haidara, die beide die Chance haben, am Samstagabend in Wolfsberg gegen den WAC in der Startelf zu stehen.

Der Sechser war monatelang ein Thema 

Nur bei einer Position war der 37-Jährige sehr deutlich.

Noch im Frühjahr sagte Hoff Thorup zum KURIER: „Das defensive Mittelfeld ist eine Schlüsselposition, wir haben eine Liste mit guten Kandidaten zusammengestellt.“ Noch vor dem Verkauf von Romeo Amane meinte der Chefcoach: „Bei einem Transfer müssten wir hier mit einem Ersatz extern nachbesetzen.“

Und nach dem 1:5 in Salzburg, bereits ohne Amane, ergänzte er: „Wir haben gesehen, wo wir einen Neuen brauchen würden, um bei den Top-Top-Teams der Liga dabei sein zu können.“

Gekommen ist bekanntlich aber kein Neuer mehr.

Was ist da schiefgegangen am Deadline Day?

Die Amane-Verzögerung

Der KURIER hat sich auf Spurensuche begeben.

Begonnen hat das Unheil damit, dass alle mit einem Verkauf von Amane gerechnet haben, dieser aber später vollzogen wurde als vermutet.

Auch die Ablöse ist nicht ganz so hoch ausgefallen wie erhofft. Die Summe für den 23-Jährigen kann durch Boni zwar auf 6,5 Millionen ansteigen, aber fix zu bezahlen sind für Anderlecht laut KURIER-Recherchen „nur“ fünf Millionen Euro.

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Noch einmal fünf Millionen kamen durch die Weiterverkaufsbeteiligung an Mamadou Sangare bei dessen Wechsel zu Brentford aus Lens dazu. Aufgrund des angestiegenen „nationalen Minus“ waren die rund zehn Millionen plus am Transfermarkt nach dem Europacup-Aus gegen die Hearts auch wichtig für den Verein.

Geplant war, einen körperlich starken Sechser per Leihe zu holen, im besten Fall mit Kaufoption – also eigentlich das Profil von 2,5-Millionen-Mann Martin Ndzie, der dauerverletzt ausfällt.

Knapp vor Transferschluss waren noch drei Kandidaten im Rennen. Einer davon, Hakim Sahabo, hat seit seinem Wechsel zu AEK Athen vor acht Monaten nur fünf Minuten gespielt. Der 21-Jährige hätte also eine lange Anlaufzeit benötigt.

Der Bekannte aus London

Der klare Wunschkandidat von Hoff Thorup war Jonathan Varane, 25, von den Queens Park Rangers, den er aus der Trainerzeit bei Ligakonkurrent Norwich kennt. Der Teamspieler aus Martinique ist nach 82 Einsätzen nur noch Joker beim Zweitligisten und war bereit, von London nach Wien zu kommen.

Doch der Deal mit dem 1,90 m großen Halbbruder von Frankreichs Weltmeister Raphael Varane platzte.

Sportchef Markus Katzer argumentiert auch mit dem heuer engen finanziellen Spielraum. Aus dem Präsidium wird klargestellt, dass kein möglicher Neuzugang abgelehnt wurde, auch nicht aus finanziellen Gründen.

Auf vertragslose Ersatz-Kandidaten verzichtet Hoff Thorup: „Ich will keine Spieler, damit wir einen mehr auf der Bank haben.“

Stattdessen wird Lorenz Szladits, 19, von Rapid II forciert werden. Der zentrale Mittelfeldspieler ist nach einer Knöchelverletzung allerdings noch nicht in Top-Form.

Geteilte Meinung

Wie geht es weiter?

Am 1. Oktober kommt Rieds bisheriger Sportchef Wolfgang Fiala als Technischer Direktor.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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