
Die Ölpreise haben zum Wochenstart wegen der von Saudi-Arabien abgeschalteten Ölpipeline und der weiter ungeklärten Lage rund um die Straße von Hormus zugelegt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November kletterte in der Früh um knapp drei Prozent auf 107,60 Dollar und näherte sich damit wieder der Marke von 110 Dollar.
Am Freitag war der Brent-Preis nach einem rasanten Anstieg in den Tagen davor noch etwas gefallen. Grund für den Rückgang am Freitag war die Hoffnung auf eine Entspannung im Nahostkonflikt. Am Wochenende gab es jedoch einige Rückschläge.
Konflikt im Nahen Osten weiter im Fokus
So setzt der Konflikt im Nahen Osten den weltgrößten Ölexporteur Saudi-Arabien massiv unter Druck. Nach der iranischen Blockade der Straße von Hormuz und der zunehmenden Bedrohung der Meerenge Bab al-Mandab durch die Huthi-Miliz im Jemen muss das Königreich nach Drohnenangriffen auch noch eine wichtige Pipeline abschalten.
Eine daraus folgende zusätzliche Reduzierung saudischer Exporte könnte die Ölpreise weiter steigen lassen. Die Ost-West-Pipeline, die unter Umgehung der faktisch blockierten Straße von Hormuz große Mengen Öl vom Persischen Golf zum Roten Meer bringen kann, wurde nach Angriffen auf die Leitung in den Regionen Riad und Medina vorsorglich stillgelegt.
Außenministertreffen der Staaten am Persischen Golf verschoben
Zudem wurde das für diesen Montag geplante Außenministertreffen der Staaten am Persischen Golf im Oman nach Angaben aus Maskat verschoben. „Im Interesse des Konsenses wurde das für morgen in Salalah geplante regionale Treffen verschoben“, teilte der omanische Außenminister Badr al-Busaidi am späten Sonntagabend auf der Plattform X mit. Berichten zufolge war ursprünglich geplant, dass bei dem Treffen der Iran und der Oman eine Vereinbarung im festgefahrenen Konflikt über die Straße von Hormuz vorstellen wollten.
Brent-Rohöl hat sich seit Jahresbeginn um fast 80 Prozent verteuert, liegt aber aktuell noch deutlich unter seinem Ende April erreichten Kriegszwischenhoch von etwas mehr als 126 US-Dollar je Barrel.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



