Wie tickt der US-Open-Champ? Zverev hatte einen harten Weg zu gehen

Sport

Und da sagt man, Tennisspieler hätten keinen Humor. Nach zwei kräfteraubenden Fünf-Satz-Partien zum Beginn der US Open und einer flotten Drittrunden-Partie meinte Alexander Zverev: „Mein Coach hat mir erklärt, dass ein Best-of-five-Match  nicht bedeutet, dass man auch fünf Sätze spielen muss. Das war ziemlich hilfreich.“

Der Rest ist Geschichte, und Zverev hat gut lachen. Schließlich gab er nur mehr im Endspiel beim 6:3-7:6-5:7-6:2 gegen US-Hoffnung Ben Shelton einen Satz ab, feierte seinen zweiten Grand-Slam-Titel und den ersten US-Open-Sieg für Deutschland seit 1989, als Boris Becker triumphiert hatte. 

Nach seinem Meisterstück schob er den Humor zur Seite und wurde emotional:  „Ich möchte noch einer Person danken, die sich meine Matches eigentlich nie anschaut, aber die wichtigste Person in meinem Tennisleben und meinem Leben überhaupt ist“, sagte er. 

Zverev lobt Mutter

„Wenn bei deinem vierjährigen Sohn Diabetes diagnostiziert wird und die Ärzte in der Praxis dir sagen, dass das Leben und der Sport für dieses Kind sehr eingeschränkt sein werden, dann braucht es eine sehr starke Mutter, um aus dieser Praxis zu gehen und zu sagen: ,Mein Sohn wird werden, was immer er werden will. Wenn er Tennisspieler werden will, dann wird er Tennisspieler. Diese Krankheit wird nicht unser Leben bestimmen.‘“

Zverev gab die Fürsorge weiter und  hilft  mit  seiner eigenen Stiftung  „Aufschlag gegen Diabetes“ erkrankten Kindern und Jugendlichen weltweit.

Nicht nur deshalb  ist er  mittlerweile ein gern gesehener Gast.  Auch in Wien. „Er war immer schon sehr fokussiert und selbstbewusst“, sagt Wiens Turnierboss Herwig Straka. Und was wichtig ist: „Er hat sich nach seinem ersten Titel im Frühjahr bei den French Open nicht verändert.“ Zverev gibt die Rosen zurück: „Ich hoffe, dass ich die nächsten zehn Jahre dort  spielen kann.“ Auch heuer gab er seine Zusage früh. 

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„Auf den Sack“

In Wien ist der 29-Jährige durchaus beliebt. Stichwort Humor.  Im Vorjahr gratulierte er Sinner mit den Worten: „Jannik, du gehst uns allen auf den Sack.“ Auf diesen wird ihm Sinner vor allem danach gegangen sein, denn seit Wien im Oktober gewann der Italiener alle sieben Duelle.  

Doch seit den French Open ist der Knoten gelöst. „Diese Grand-Slam-Titel sind einfach die harte Arbeit der vergangenen Jahre“, sagt er.
Nie aufgeben war immer das Motto. Auch wenn er selbst im eigenen Land scharf kritisiert wurde, obwohl er schon seit Jahren in der Weltspitze steckt.  Nicht nur der  lange fehlende Major-Triumph wurde ihm angelastet, bei Niederlagen folgten scharfe Kritiken. „In Deutschland ist es eben so, dass du hochgejubelt, aber auch schnell tief fallengelassen wirst. Das ist bei uns so, auch in England. In den USA ist dies anders, da bist du immer ein Hero“, sagte Zverev.

Der Neid ist oft ein unliebsamer Begleiter im eigenen Land. Vor allem, wenn man sich ihn mit einem anderen Promi teilt – seit Herbst 2021 ist Zverev  mit der Moderatorin und Schauspielerin Sophia Thomalla liiert. Gelegentlich sind die beiden auch gemeinsam zu sehen, aber auch Thomalla hat viele Termine. Manchmal  reisen sie auch zu viert – mit den Dackeln Mishka und Buba.

Fressen für Kritiker

Nicht nur Niederlagen werden aber zur fetten Beute für  Zverevs Kritiker. Dass er mit seinem …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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