Online-Shopping: So erkennt man fragwürdige Anbieter

Wirtschaft

Die Österreicher shoppen gerne online – am liebsten bei Amazon. Mit einem Marktanteil von 35 Prozent liegt der Konzern klar an der Spitze. Chinesische Anbieter wie Temu, Shein und AliExpress kommen hierzulande zusammen bereits auf 7,9 Prozent des gesamten Onlinehandels, wie RegioData Research erhoben hat. Auch Plattformen wie eBay und Zalando sind gefragt. Und das trotz Kritik rund um Unternehmenskultur, Umweltstandards und Menschenrechte. Warum eigentlich?

Die Gefahr des Online-Shoppings

„Für viele Konsumenten ist nach wie vor der Preis kaufentscheidend“, erklärt Jacqueline Luther-Bichler. Als Legal Counsel und Autorin des Buchs „Handbuch E-Commerce-Recht“ weiß sie: Solche Online-Shops reagieren schnell auf neue Trends. „Sie bieten ein riesiges Sortiment an. Unter diesen Gesichtspunkten könnten negative Aspekte schneller in den Hintergrund geraten.“ Eine Rolle spielen hier die sozialen Medien. Sie kurbeln den E-Commerce an – bergen aber auch Gefahren, wie sie erklärt. „Social Media ist mittlerweile ein sehr großer Bestandteil der E-Commerce-Welt geworden und vor allem bei der jüngeren Generation sehr beliebt.“ Auf die steigende Nachfrage reagieren seriöse E-Commerce-Unternehmen und erweitern entsprechend ihre Marketingstrategie.

Eine Gefahr sieht sie unter anderem in der Schnelllebigkeit von Social Media. Man neige dazu, unaufmerksam einzukaufen, wodurch man Kaufentscheidungen trifft, ohne die angeblichen Händler zu überprüfen. „Das ist natürlich ideal für Fake-Profile, die gezielt vermeintlich hochwertige Ware anbieten, dann aber günstige Ware zusenden – wenn diese überhaupt versendet wird.“ Wie man fragwürdige Anbieter erkennt und nicht in ihre Fallen tappt? Jacqueline Luther-Bichler gibt eine klare Anleitung.

So erkennen Sie Fake-Shops

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Zahlung: Wird eine Zahlung außerhalb des Online-Shops gefordert, etwa über Social Media, eMail oder Anrufe?

Eckdaten: Ist ein Impressum vorhanden und vollständig? Gibt es eine sogenannte UID-Nummer?

Rechte: Gibt es Angaben zum Rücktrittsrecht oder ein Widerrufsbutton)? AGB? Eine umfassende Datenschutzerklärung?

Zusätzlich sollte man laut der Expertin immer auch externe Bewertungsplattformen sichten und nicht nur auf die Bewertungen im Online-Shop vertrauen. „Weitere Indizien sind zahlreiche Rechtschreibfehler, kopierte oder generische Produktbilder, extreme Rabatte oder sehr niedrige Preise, die deutlich unter dem Marktniveau liegen.“

Auch Verkäufern rät sie, sich an diesen Punkten zu orientieren und sie entsprechend sicherzustellen. „Sichere Zahlungsmethoden und zuverlässige Kontaktmöglichkeiten für Kunden dürfen nicht fehlen“, ergänzt sie. „Durch ehrliche Produktpräsentation, saubere rechtliche Dokumente und erreichbaren Kundensupport kann man sich gut von unseriösen Online-Shops abheben.“

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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