Bittere Pleite eines ambitionierten Gastro-Betriebs für Bowls, Wraps und Noodles

Wirtschaft

„Wir sind ein junges, dynamisches Team, dass sich seit 2021, mit dem Ursprung in Salzburg, leidenschaftlich für gesunde Ernährung und ein innovatives Essenskonzept engagiert. Unsere Philosophie basiert darauf, dass Essen nicht nur Nahrungsaufnahme ist, sondern auch eine Möglichkeit, Kreativität, Farben und Aromen zu entdecken. Unsere Bowls sind durchdacht zusammengestellt, um eine perfekte Balance aus Nährstoffen, Geschmack und Frische zu bieten. Unsere Wraps und Smoothie Bowls sind nicht nur lecker, sondern auch vielseitig und ideal für unterwegs“, heißt es auf der Homepage. „Wir legen auf regionale, der Saison angepasste, hochwertige Zutaten großen Wert, diese sind der Eckpfeiler für unsere einzigartigen Gerichte. Mit einer frischen Zubereitung nach der Bestellung können wir unseren Gästen zu jeder Tageszeit dieselbe Frische und Qualität garantieren. Die Zusammenstellung unserer Soßen und Desserts ist wohl überlegt, und durch unsere hauseigene Produktion im Restaurant können wir viele Unverträglichkeiten vorab ausschließen um möglichst vielen Gästen die maximale Auswahlmöglichkeit zu bieten.“ 

Die Al Poke OG mit Sitz in Salzburg hat laut Creditreform ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. „Die Gesellschaft betreibt im Einkaufszentrum “Shopping Arena„ einen Gastronomiebetrieb unter den Geschäftsnamen “Al Poke„. Angeboten werden Bowls, Wraps und Noodles“, heißt es dazu. Zwei Mitarbeiter sind derzeit noch angestellt. Die Löhne für den Monat Juni sollen nur zum Teil bezahlt worden sein.

Die Insolvenzursachen

„Die Gesellschaft begann ihre Tätigkeit im Jahr 2022 an einem Standort in der Münchner Bundesstraße 142, 5020 Salzburg. Bereits kurz nach Eröffnung wurde der Geschäftsbetrieb erheblich durch eine Baustelle in der Münchner Bundesstraße beeinträchtigt. Aufgrund der eingeschränkten Erreichbarkeit musste der Schwerpunkt auf den Lieferservice verlagert werden“, heißt es im Antrag. „Demgegenüber standen jedoch hohe Miet- und Personalkosten. Im Jahr 2025 war der Umzug des Betriebs nach Salzburg-Lehen geplant. Nachdem sich die vorgesehene Bestandsfläche jedoch in einem baufälligen und letztlich nicht nutzbaren Zustand befand, musste man auf die Shopping Arena Alpenstraße ausweichen. Mit dem Vermieter des Standortes in Salzburg-Lehen besteht ein Rechtsstreit über die berechtigte Auflösung des Mietverhältnisses.“

  Neuerung bei Billa: Coupons statt Rabattpickerl - keine Mehrfachverwendung mehr

Entgegen den Erwartungen entwickelte sich das Restaurantgeschäft trotz des Standortes im Einkaufszentrum Shopping Arena rückläufig. „Hinzu kam ständiger Personalwechsel und unvorhersehbare Zusatzkosten, insbesondere durch Fahrzeugreparaturen im Lieferdienst.“

Das Zusammenwirken dieser Faktoren führte letztlich dazu, so das Unternehmen, „dass der laufende Geschäftsbetrieb nicht mehr kostendeckend geführt werden konnte und die Antragstellerin nicht in der Lage ist die angehäuften Verbindlichkeiten mit dem bestehenden Betrieb zu bedienen“.

Schulden und Vermögen

Die Passiva betragen 169.000 Euro, die Aktiva 7.600 Euro.

Die Sanierung

Die Insolvenzgläubiger sollen eine Quote von 20 Prozent binnen 2 Jahren nach Annahme des Sanierungsplans erhalten. „Die an die Gläubiger auszuschüttenden Quoten und die Verfahrenskosten werden aus dem Unternehmensfortbetrieb, jedoch überwiegend aus Zuwendungen der Gesellschafterin finanziert“, heißt es weiters.

…read more

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.