
Bryan Seaver: Das íst jener glatzköpfige und bärtige Mann, der am 25. August die Videobotschaft vom Ableben seiner Tante Dolly Parton in eine Videokamera sprach. Bereits vor Jahren habe ihn Parton darum gebeten, sagte Seaver, der mehr als zehn Jahre lang für alle Sicherheitsbelange der Sängerin und Unternehmerin gewesen war – „eine Rolle, die vor mir mein Vater innehatte“, wie er in dem Video sagte.
Das Verhalten, das Seaver hier zur Schau stellte, steht in starkem Kontrast zu jenem, das ihm Gerichtsdokumente vorwerfen, über die das Portal TMZ und die New York Times nun berichten: Demnach soll Seaver mehrere Partner aus Dolly Partons Business-Imperium wüst bedroht haben, um Geld aus dem Nachlass seiner Tante zu erpressen.
Laut einem Gerichtsdokument, mit dem Partons ehemaliger Manager eine einstweilige Verfügung gegen Seaver erwirken will, soll der Neffe u. a. Partner des Vergnügungsparks „Dollywood“ bedroht haben. In einer Chatbotschaft soll er zudem damit geprahlt haben, am Tag von Partons Tod „27 Millionen Dollar in Waffen und Munition an die Haitianische Polizei verkauft“ zu haben und selbst ein „Killer“ zu sein. Er werde „der Arm der Vergeltung für die gesamte Familie“ sein und die Parton-Marke nachhaltig beschädigen, kündigte er laut Gerichtsdokumenten an.
Partons Ex-Mager Danny Nozell feuerte Seaver bereits am 15. 9. und will nun erwirken, dass der Sohn von Partons Schwester Cassie jegliche Mitsprache in dem weit gespannten Parton-Imperium verwehrt bleibt. Zudem soll ein Betretungsverbot für alle Büro-Räumlichkeiten und den Umkreis von 300 Metern erwirkt werden. Zu Partons Unternehmungen gehören neben dem Vergnügungspark u. a. Restaurants und ein Hotel.
Seaver selbst spielt die Drohungen gegenüber TMZ herunter: „Ich bin ein Sicherheitsexperte und führe tatsächlich Waffengeschäfte mit Regierungen anderer Länder durch“, gab er zu. Die Zitate in den Gerichtsdokumenten seien aber „keine Drohungen“ gewesen, sondern aus dem Kontext gerissen worden. „Ich habe geradeheraus in einem privaten Zuusammenhang mit Danny geredet, von dem ich glaubte, dass er mein Freund sei und der von sich selbst glaubt, dass er ein Gangster ist“, so Seaver gegenüber TMZ. „Viele dieser Messagen zeigen einfach zwei Typen, die Wut ablassen und am Telefon zusammen weinen, während sie trauern.“
Source:: Kurier.at – Kultur



