Österreicher fliegen im Winterurlaub auf Spanien, Ägypten und Thailand

Wirtschaft

Die geopolitische Lage und die wirtschaftliche Unsicherheit lassen die Konsumenten nach dem heißen Sommer auch den Winterurlaub kurzfristiger buchen. Der weltweit größte Reisekonzern TUI meldete zu Saisonbeginn ein Umsatzminus von sieben Prozent, „aber wir holen Woche für Woche auf. Man braucht als Reiseunternehmer gute Nerven“, sagt Gottfried Math, Chef von TUI Österreich. Derzeit seien die Buchungen mit rund vier Prozent im Minus.

Am liebsten fliegen die Österreicher im Winter nach Spanien und Ägypten. Die beliebtesten Ziele sind Hurghada, Gran Canaria und Teneriffa. Bei den Fernreisen führt Thailand vor den Malediven und Mauritius. Ab Wien werden wöchentlich sieben Direktflüge auf die Malediven und neun Frequenzen nach Mauritius angboten. Stark im Kommen ist die Karibik mit der Dominikanischen Republik. 

26 Prozent planen einen Skiurlaub, fast jeder Fünfte will in Österreich über die Pisten flitzen. Immer beliebter wird Winterurlaub in Skandinavien, Wellness bevorzugen 32 Prozent. 

Das ergab eine Online-Umfrage unter 1001 Befragten im September. 45 Prozent der Österreicher haben für den Winter bereits gebucht.

 

Gemeinsame Zeit

Der Preis spiele eine große Rolle, habe aber nicht oberste Priorität, erklärt Math. Wichtiger seien gemeinsame Zeit mit Familie und Partner, Genuss und Erholung. Wenn die Österreicher verreisen, sind sie nach wie vor spendabel. Jeder zweite Wintergast kalkuliert mit einem Budget von mindestens 1500 Euro pro Person, mehr als ein Drittel hat laut der Umfrage mindestens 2000 Euro zur Verfügung. 12 Prozent kalkulieren mit 3000 Euro und mehr. Die TUI-Kunden lassen sich Winterferien (8 Nächte) aktuell 2243 Euro pro Person kosten. Für Fernreisen geben die Gäste 2970 Euro aus. Die Mittelstrecke liegt bei knapp 1500 Euro.

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Die Preise für den Winterurlaub seien für vergleichbare Angebote gegenüber 2025 um rund drei bis vier Prozent gestiegen, rechnet Math vor. Der Konzern habe die steigenden Treibstoffkosten durch Hedging noch gut abgesichert, wer jetzt buche, könne preislich davon profitieren. Für den Winter 2026/27 hat TUI 63 Prozent des Treibstoffes abgesichert sowie 82 Prozent des Dollar-Währungsrisikos. TUI ist in Österreich Marktführer. 

All-Inclusive

Sehr wichtig ist den Reisenden Transparenz bei den Kosten. 40 Prozent der TUI-Kunden buchen daher im Winter einen All-Inclusive-Urlaub, um Preis-Sicherheit zu haben. Der Trend gehe aber zu individuellen Zusatzleistungen und gehobener Verpflegung, „die Pauschalreise ist kein Stangenprodukt mehr“ (Math). Immer mehr Hotels bieten zusätzliche Gourmet-Restaurants an. 

Smiles Rewards Club

Am 13. Oktober führt TUI den Smiles Rewards Club in Österreich, Deutschland und der Schweiz ein. Das Bonusprogamm hat in Großbritannien und Skandinavien bereits eine Million registrierte Mitglieder. Mit jeder Buchung werden Smiles gsammelt, die Zugang zu Angboten, Coupons und Gewinnspielen ermöglichen, nicht nur für Reisen, auch für andere Lifestyle-Bereiche. 

Prognose

Der börsenotierte Konzern hat die Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2025/26 (Ende September) konkretisiert. Es wird ein bereinigtes Ebit (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) zwischen 1,2 und 1,3 Milliarden Euro erwartet. Die Umsatzprognose bleibt ausgesetzt, 2025 lag der Umsatz bei mehr als 24 Milliarden Euro. In der Prognose wird mit keiner wesentlichen Verschärfung der geopolititschen Spannungen gerechnet und gesicherter Treibstoffversorgung. Die starke  Finanzlage und die robuste Bilanz würden Flexibilität schaffen, um das aktuelle Umfeld zu bewältigen und zugleich die strategische Transformation umzusetzen, heißt es im Buchungsupdate für das 4. Quartal. 

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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