Vorsorgewohnung: Was Käufer heute suchen

Wirtschaft

Der Immobilienerwerb als Investment war in den vergangenen Jahren rückläufig. Zu groß war die Unsicherheit aufgrund der Zinswende und der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Ab 2026 geht es wieder bergauf. Die Raiffeisen Vorsorge Wohnung GmbH, die heuer ihr 20-jähriges Bestehen feiert, hat in den vergangenen 20 Jahren 1.800 Wohnungen in Wien und Niederösterreich verkauft.

Eine aktuelle Studie, die RVW bei market zum Thema Kaufinteresse der Österreicher in Auftrag gegeben, zeigt: Wohnimmobilien im Eigentum sind hoch im Kurs, sie werden als sicherer Hafen für Investments wahrgenommen. Ein eigenes Zuhause zu besitzen oder in eine Immobilie zu investieren, ist vor allem für die junge Generation essenziell.

„Für Anleger kommt es darauf an, ein stimmiges Gesamtpaket zu schnüren, das wirtschaftlich tragfähig ist und langfristigen Vermögensaufbau ermöglicht“, so Marion Weinberger-Fritz, Geschäftsführerin der Raiffeisen Vorsorge Wohnung GmbH. „Das, was wir prognostizieren, müssen wir halten.“

Bezüglich der Rendite gilt: Vielen ist die Sicherheit der Immobilie, die im Grundbuch steht, wichtiger als die konkrete Höhe der Erträge. RVW errichtet Neubauten mit Vorsorgewohnungen in Wien und Niederösterreich, aktuell ist „das Korneum“ in Korneuburg in Bau. Das Paket, das Raiffeisen Käufern anbietet, inkludiert einen Mietenpool. Dabei fließen die Mieterträge der Wohnungen in einem Haus in einen gemeinsamen Topf und werden laut Nutzwert auf alle Eigentümer aufgeteilt. So erhalten jene Eigentümer, deren Immobilien leer stehen, einen Anteil am Mieterlös.

Preis und Zustand vor Lage

Bei der Suche des passenden Objekts entscheidet nicht mehr nur die Lage, sondern in erster Linie der Preis, gefolgt vom Zustand des Objekts. Die Lage liegt an dritter Stelle. Weinberger-Fritz führt das darauf zurück, dass mittlerweile jeder Bezirk und jede Gemeinde schöne Ecken hat. Groß ist auch die Bedeutung der Energieeffizienz der Immobilie. „Ich traue mich keine Wohnung mit Gaskessel mehr zu verkaufen“, so Weinberger-Fritz.

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Erwerb zum Nettokaufpreis

Bei Vorsorgewohnungen wird ein großer Anteil mit Eigenkapital finanziert, das hat steuerliche Gründe. „Bei Eigennutzern sieht das anders aus“, so die Expertin. Ein Beispiel: Bei einer Wohnung um 300.000 Euro beträgt die Umsatzsteuer 60.000 Euro. „Diese kann man sich als Vorsorgewohnungskäufer vom Finanzamt zurückholen.“ Allerdings muss man sich verpflichten, die Wohnung für 20 Jahre mit Umsazusteuer zu vermieten. Danach kann man sie auch selbst nutzen.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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