Flugzeug-Abschuss: Noch immer eine Gefahr im zivilen Luftverkehr

Politik

Extrem verschärfte Sicherheitsvorkehrungen nach den Terroranschlägen von 9/11 haben den Flugverkehr weltweit vor Terrorismus sicherer gemacht. So wurde etwa seither durchgesetzt, dass das Cockpit von innen verschlossen werden kann, sodass Terroristen keine Möglichkeit mehr haben, zu den Piloten vorzudringen. Auch Entführungen haben stark nachgelassen: Zwischen 1968 und 1972 gab es weltweit hunderte Entführungen. Allein 1969 wurden weltweit 82 Entführungen dokumentiert.

Von einer Rakete abgeschossen zu werden, erwies sich in den vergangenen Jahren als die häufigere Katastrophe als Terrorattentate auf Flugzeuge – Entführungen gab es hin und wieder, wobei die Zahl der Opfer niedrig blieb.

Abschüsse

Sibir-Flug 1812 (4. Oktober 2001): Eine Tupolew Tu-154 der russischen Sibir Airlines war auf dem Weg von Tel Aviv nach Novosibirsk, als sie über dem Schwarzen Meer versehentlich bei einer Übung von einer ukrainischen Flugabwehrrakete des Typs S-200 getroffen wurde. Alle 78 Menschen an Bord starben, 66 Passagiere und 12 Besatzungsmitglieder, viele davon israelische Staatsbürger russischer Herkunft.

 

Malaysia-Airlines-Flug 17 / MH17 (17. Juli 2014): Die Boeing 777 befand sich auf dem Flug von Amsterdam nach Kuala Lumpur, als sie über der umkämpften Ostukraine von einer russischen Flugabwehrrakete des Typs Buk abgeschossen wurde.

Alle 298 Insassen kamen ums Leben. Ein niederländisches Gericht verurteilte später zwei Russen und einen ukrainischen Separatisten in Abwesenheit wegen des Abschusses.

 

Ukraine-International-Airlines-Flug 752 (8. Januar 2020): Eine Boeing 737-800 stürzte kurz nach dem Start in Teheran (Iran) ab. Drei Tage später gab das iranische Militär zu, das Flugzeug aufgrund menschlichen Versagens inmitten hoher militärischer Spannungen mit den USA irrtümlich für eine feindliche Rakete gehalten und mit zwei Flugabwehrraketen abgeschossen zu haben. Alle 176 Passagiere und Besatzungsmitglieder starben.

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Azerbaijan-Airlines-Flug 8243 (25. Dezember 2024): Eine zivile Maschine wurde durch russische Flugabwehr abgeschossen, wobei 38 Menschen ihr Leben verloren. Bereits vor ihrem Abschuss war die Maschine von einer weiteren Rakete getroffen und beschädigt worden. Die Piloten hatten aber versucht, notzulanden – und wurden dabei abermals beschossen und endgültig zum Absturz gebracht.

Beinahe-Abschuss

Beinahe-Fälle: Im November 2002 verfehlten zwei Schulterraketen bei Mombasa knapp eine Boeing 757 der israelischen Arkia. Im November 2003 wurde ein DHL-Frachtflugzeug über Bagdad getroffen, konnte aber landen.

Kollisionen in der Luft

 Die Flugzeugkollision von Überlingen war der Zusammenstoß zwischen DHL-Flug 611 und dem Bashkirian-Airlines-Flug 2937 am Abend des 1. Juli 2002. Der Flugunfall ist mit 71 Opfern, davon 49 Kindern, der bisher folgenschwerste Flugunfall in Deutschland.

 Der Germanwings-Flug

 Der Germanwings-Flug 9525, ein geplanter Linienflug von Barcelona nach Hamburg, wurde am 24. März 2015 vom Co-Piloten absichtlich in den französischen Alpen zum Absturz gebracht, wobei alle 150 Menschen an Bord ums Leben kamen. Der Co-Pilot hatte den Kapitän aus dem Cockpit ausgeschlossen und steuerte den Airbus A320 bewusst gegen ein Bergmassiv bei Prads-Haute-Bléone.

 Entführungen

11. September 2001: Vier Flugzeuge (American 11 und 77, United 175 und 93) wurden von islamistischen Terroristen der Al-Kaida entführt und als Waffen gegen New York und Washington eingesetzt. Fast 3.000 Menschen starben.

Turkish-Airlines-Flug 1476, Oktober 2006: Die Maschine wurde auf dem Weg von Tirana nach Istanbul entführt und endete friedlich in Brindisi.

Ethiopian-Airlines-Flug 702, Februar 2014: Der Kopilot lenkte die Maschine nach Genf um und bat um Asyl.

EgyptAir-Flug 181, März 2016: Ein Mann mit einer …read more

Source:: Kurier.at – Politik

      

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