Drama gegen Inter: Austria gibt historischen Sieg aus der Hand

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Champions League in Wien. Dafür sorgen momentan allein die Frauen. Nach dem SKN, der 2024 gegen Gegner wie Barcelona und Manchester City nach Favoriten ausweichen musste, feierte die Wiener Austria das erste Champions-League-Heimspiel seines Frauenteams in der Generali Arena vor 3.609 lautstarken Besucherinnen und Besuchern (Austria-Frauen-Rekord).

Zu feiern gab es am Ende den ersten Punkt, aber nach feiern war da niemandem so richtig zumute. Denn es hätte der erste Sieg in der Königsklasse sein können.

Die Devise hatte Trainer Stefan Kenesei klar ausgesprochen. Gegen Inter Mailand, den italienischen Vizemeister, sei ein Sieg möglich – und der war auch das Ziel des Abends – und dementsprechend auch die Energie der Austrianerinnen zu Beginn des Spiels. Mit derselben Startelf wie beim knappen 0:1 gegen Chelsea machten sie sich auf die Mission. Die Wienerinnen präsentierten sich nervig und körperlich stark, ließen den Spielaufbau der Italienerinnen nicht zu, pressten hoch an, rückten kompakt nach und verteidigten die Konter solide.

Auffällig in den Angriffen der Austria, die mit neun Österreicherinnen gegen Mailänderinnen mit nur zwei Italienerinnen gestartet war: Die Offensivspielerinnen suchten die Abschlüsse schnell und selbstsicher. Etwa Patricia Pfanner (7.), Modesta Uka (16.) oder die 17-jährige Valentina Pötzl (20.). Und genau so kam es auch zum historisch ersten Treffer der Austria Frauen. Goalgetterin Uka fing einen hohen Ball im Mittelfeld ab und suchte sofort den Weg zum Tor. Mit viel Platz wählte sie aus 25 Metern den Abschluss – und traf (21.)

Die Kosovarin, die am 13. Oktober am Wiener Sport-Club-Platz Österreichs Gegnerin im WM-Play-off sein wird, zeigte sich auch an diesem Donnerstag technisch stark und selbstsicher. Es ist das 10. Tor in ihrem 13. Saison-Pflichtspiel.

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Nach 45 Minuten gingen die Austrianerinnen mit der 1:0-Führung in die Kabine – und mit einem großen Chancenplus. Inter fand zwar nach dem Gegentor besser ins Spiel, noch besser nach der Pause. Den Gästen gelang aber 70 Minuten kein ernstzunehmender Angriff. Die Austria hatte zwar insgesamt weniger Ballbesitz, präsentierte aber ein gutes Umschaltspiel, viel Lauffreude und eine starke Verteidigung, wenn es darauf ankam.

Etwa, als die zur Pause eingewechselte Brittany Raphino das Laufduell gegen Carina Wenninger gewann und allein vor Jasmin Pal zum Abschluss kam – doch die parierte ruhig per Fuß (72.), den Nachschuss vergab Lina Magull. Wenig später rettete sie nach Konter von Raphino und Glionna (78.), am Ende noch einmal im Mittelfeld (89.). Die Italienerinnen waren dem Ausgleich immer näher, die Austria verabsäumte es, früher für die Entscheidung zu sorgen. Und in letzter Minute passierte es. Nach einem letzten Eckball und etwas Chaos im Austria-Strafraum traf Andres Sanz ins Tor – 1:1 statt dem ersten Sieg.

Austria hält nach zwei Spielen bei einem Punkt. Die besten vier Teams der Ligaphase steigen direkt ins Viertelfinale auf. Die Plätze 5 bis 12 spielen im Februar im Play-off um die restlichen vier Plätze der K.o.-Phase.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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