
„Über Geld spricht man nicht“ – diesen österreichischen Grundsatz kennt die 8-Jährige noch nicht. „Mami, wie viel verdienst du am Tag?“ und „Mami, wie viel Geld zahlen wir für unsere Wohnung?“. Die Auskünfte sind, nach Errechnen des Tagesverdiensts, ehrlich, kommen mit der gesonderten Erläuterung zu brutto und netto und der eindringlichen Bitte, es nicht weiterzuerzählen. Denn: Geld, das eigene Einkommen, Ausgaben – bitte psssst.
Das Dilemma geht tags darauf weiter: Die 8-Jährige will sich von ihrem ersparten Taschengeld einen Adventkalender (von Kknekki, falls Sie das kennen) um 99 Euro kaufen. Sie besteht darauf: „Mit meinem Taschengeld kann ich machen, was ich will.“ Aber für sowas? Für 41 Haargummis, die wir nicht sehr dringend brauchen? Dafür sollen Taschengeld aus 20 Wochen ausgeben werden?
Die Antwort der Experten ist eindeutig: Wenn der Unfug nicht zu groß ist, soll man das Kind diese Erfahrung machen lassen. Weil es daraus fürs Leben lernt: dann ist das Geld weg. Wir beherzigen aber auch die anderen Ratschläge der Experten: drüber schlafen, morgen nochmals überprüfen, ob man das wirklich haben will.
Der wichtigste Teil aber, wie man Kindern den Umgang mit Geld beibringt, ist und bleibt das Vorleben. Insofern gelten oben genannte Regeln ab sofort auch für die eigenen Impulskäufe.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



