Zwei Drittel der Haushalte mit Ölheizung wollen weg davon

Wirtschaft

Öl- und Gasheizungen sind in Österreich immer noch weit verbreitet. Die Krise im Nahen Osten nährt aber bei immer mehr Nutzern den Wunsch, auf eine Alternative umzusteigen. Das ist eines der Ergebnisse des diesjährigen Energiebarometers der Unternehmensberatung EY. Für die alljährlich wiederholte Umfrage wurden in diesem Jahr 1.000 Personen interviewt.

Fernwärmenutzung ist stark gestiegen

36,4 Prozent der Befragten gaben an, Fernwärme zu beziehen. Das ist eine signifikante Steigerung gegenüber dem Vorjahr, als der Wert 27,1 Prozent betrug. Erdgas zum Heizen und zur Warmwasseraufbereitung ist die zweitgrößte Energiequelle mit 25,2 Prozent, gefolgt von Pellets- und Holzheizungen (16,9 Prozent), Wärmepumpe (14,6 Prozent), Ölheizung (9,7 Prozent) und Solarthermie (9,5 Prozent).

Wechselwunsch kann nicht immer erfüllt werden

64 Prozent der Haushalte mit Ölheizung wollen auf eine andere Energiequelle umsteigen, bei Haushalten mit Gasheizung sind es 51 Prozent. „Der Wechselwille ist primär wegen der Kosten und der Angst vor Abhängigkeit, weniger wegen des Klimaschutzes, in die Höhe geschossen“, sagt Christina Khinast-Sittenthaler, Leiterin des Energiesektors bei EY Österreich. Rund die Hälfte jener wechselwilligen Haushalte sieht sich allerdings nicht in der Lage, einen Wechsel durchzuführen.

Stromlieferant wird nun öfter getauscht

Auch die Wechselbereitschaft beim Stromanbieter ist gestiegen. 21,2 Prozent gaben an, in den vergangenen zwölf Monaten den Tarif beim bestehenden Anbieter gewechselt zu haben. 14,5 Prozent haben einen Vertrag bei einem anderen Lieferanten abgeschlossen. 72,2 Prozent gaben an, über die Bestandteile der Stromrechnung (Energiepreis, Netzentgelt, Steuern) Bescheid zu wissen.

Rund ein Fünftel produziert selbst Strom

76,7 Prozent beziehen den Strom ausschließlich von einem Anbieter, 21,8 Prozent produzieren auch selbst Strom. Wer selbst Strom erzeugt, nutzt zu 54,5 Prozent einen Heimspeicher. Die Bekanntheit von Energiegemeinschaften steigt ebenfalls. 55 Prozent haben schon einmal davon gehört, sind aber selbst kein Mitglied. 9,5 Prozent sind Teil einer Energiegemeinschaft. Die eigene Stromrechnung ist bei 35,8 Prozent gestiegen, bei 44,6 Prozent in etwa gleichgeblieben und bei 14,2 Prozent gesunken.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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