Geschluckt von einem Wal in „Whalefall“: Wie kommen wir da wieder raus?

Kultur

Wer in unserer christlich geprägten Kultur zivilisiert wurde, kennt bestimmt die biblische Geschichte von Jona und dem Wal. Drei Tage verbrachte der Prophet im Magen des Meeressäugers – und überlebte.

Das gibt Hoffnung.

Denn auch die Hauptfigur des Bestsellers „Whalefall – Im Wal gefangen“ landet in dem beklemmenden Survival-Thriller von Brian Duffield im Inneren eines mächtigen Pottwals. Allein die Szene der Verschluckung ist sensationell: Gemeinsam mit einem Riesenkalmar wird der junge Jay von dem Meeresriesen eingesogen. Zuerst kann er sich gerade noch an den Zähnen festklammern, doch dann gibt es kein Halten mehr und er flutscht in die verschlungenen Innereien des Tieres.

Dort ist es ziemlich eng. Jay klemmt zwischen den schleimigen Magenwänden, die sich wie Geburtskanäle um seinen Leib schlingen und vor sich in pulsieren. Außerdem greift die Monsterkrake nach ihm. Zu allem Überfluss geht ihm langsam der Sauerstoff aus und er sieht einem qualvollen Tod zwischen erstickt und verdaut werden entgegen.

„Whalefall“ bietet spektakuläre Schaueffekte, die aber im klaustrophobischen Verlauf der Handlung zunehmend erlahmen. Hinzu kommt ein pathetisches Vater-Sohn-Melo, das darin gipfelt, dass in den Untiefen des Wal-Magens die Stimme des Vaters erklingt.

INFO: USA 2026. 116 Min. Von Brian Duffield. Mit Austin Abrams. Josh Brolin.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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