Kühbauer über 3:6 gegen Liverpool: „Man muss im Kopf schneller sein“

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Florian Flecker hätte allen Grund gehabt, zu lächeln. Zwei Tore in der Champions League, gegen Liverpool. Ein Abend, von dem man als Spieler lange erzählt. Flecker erzählte lieber etwas anderes. „Ich bin eher enttäuscht von der Leistung“, sagte der Doppeltorschütze. „Wir waren weit weg von dem, was wir uns vorgestellt haben.“

Es ist eine bemerkenswerte Bilanz, die der LASK aus diesem Abend mitnimmt. Drei Tore gegen einen der besten Klubs Europas. Und sechs Gegentore. Wer nur auf die eigene Trefferzahl schaut, kann von einem offenen Schlagabtausch sprechen. Wer das Spiel gesehen hat, weiß, dass es so offen nie war.

„Liverpool steht über uns“

Der Knackpunkt kam früh. Ein Doppelschlag der Engländer, und der LASK lag 0:2 zurück, bevor er richtig im Spiel war. „Dadurch war unser Matchplan schnell über den Haufen geworfen“, sagte Flecker. Der Plan hatte gelautet, das Spiel möglichst lange offen zu halten. Das gestand auch Dietmar Kühbauer ein. „Man hat gesehen, dass Liverpool über uns steht“, sagte der Trainer. Mit dem ersten Gegentor habe seine Mannschaft „Dinge gemacht“, die man auf diesem Niveau nicht machen dürfe.

Torhüter Lukas Jungwirth beschrieb die erste Hälfte ohne Beschönigung. „Wir waren großteils sehr überfordert. Sie haben es leicht gehabt.“ Flecker vermisste vor allem eines: Energie. Die habe „extrem gefehlt“.

Nach der Pause wurde es ein anderes Spiel. Der LASK stellte taktisch um, lief mehr, ging in die Zweikämpfe. Die Linzer trafen dreimal und gaben nicht auf, auch als die Niederlage längst feststand. Jungwirth sah darin einen Beleg, „dass wir auch mit solchen Mannschaften mithalten können“. Den Satz schränkte er gleich selbst ein. „Trotzdem ist es ernüchternd.“

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Lob vom Liverpool-Trainer

Anerkennung kam von der Gegenseite. Liverpool-Trainer Andoni Iraola lobte den Charakter der Linzer. Es sei nicht leicht, nach so einer ersten Hälfte weiterzumachen. Der LASK sei viel gelaufen, habe körperlich gespielt und nicht aufgehört. „Bemerkenswert“ nannte er die zweite Hälfte.

Kühbauer nahm das Lob zur Kenntnis, ohne es größer zu machen, als es ist. Er sprach lieber über das, was fehlt. Enger verteidigen. Besser stehen. „Man muss im Kopf noch schneller sein, die Möglichkeiten vorne noch besser nützen.“ Liverpool spiele Fußball „von einem anderen Niveau“, dort wolle man gerne hinkommen. Aber es sei auch „schön zu sehen, was im Fußball alles möglich ist“.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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