Wie Kühbauer seine LASK-Spieler jetzt aufrichten will

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Der LASK muss nach wie vor auf den ersten Champions-League-Punkt warten. Statt einer Sensation gab es am Mittwoch in Linz beim 3:6 eine Lehrstunde von Liverpool. „Man hat gesehen, dass Liverpool über uns steht“, bekannte Trainer Dietmar Kühbauer, der sich immerhin an der Charakterleistung nach dem Seitenwechsel aufbauen durfte. „Wir müssen aus diesen Spielen lernen. Ich hoffe, der Prozess setzt für die nächsten Spiele schnell ein“, sagte der 55-Jährige.

Gut drei Jahre nach dem Heim-1:3 gegen Liverpool in der Europa League hatte Österreichs Doublesieger diesmal leise Hoffnungen auf eine Überraschung gehegt. Doch vor 18.910 Zuschauern waren diese nach spätestens 37 Minuten zunichte gemacht worden. Erst traf Ronald Araujo, dann gleich doppelt die bisher matte 125-Mio-Euro-Neuverpflichtung Bradley Barcola. „Wir sind mit ein bisschen zu wenig Energie hineingestartet“, konstatierte Florian Flecker. Sein Doppelschlag (74., 77.) und der Treffer von Robert Ljubicic (63.) ließen das Endresultat erträglich erscheinen. „Wir haben sie ein bisschen zu sehr respektiert“, erkannte Ljubicic.

Für Flecker war es bereits das dritte Tor gegen die Reds, schon 2023 hatte er vor Heimpublikum getroffen. „Das ist mir ziemlich wurscht, ich bin eher heiß, dass wir verloren haben. Vielleicht kann ich es in ein paar Tagen anders einordnen“, meinte der Mittelfeldmann lapidar. Lieber hob er den mentalen Kraftakt seiner Truppe hervor, die sich nach dem Seitenwechsel doch sichtbar gegen das Debakel stemmte. „Es war wichtig, zu zeigen, dass wir am Leben sind. Wir haben das Beste draus gemacht.“

Bann gebrochen

Das 0:4 durch Jeremie Frimpong (51.) kurz nach der Pause ließ bereits Schlimmstes befürchten, ehe der so wie Flecker eingewechselte Ljubicic den Bann brach (63.). „Wir haben es taktisch ein bisschen schlauer gemacht. Wir haben die Positionen gegen den Ball ein bisschen besser gehalten, waren ein bisschen aggressiver. Und bei den Ballgewinnen, die wir ein bisschen sauberer fertiggespielt haben, sieht man dann, wie es gehen kann“, fasste Flecker seine Sicht der zweiten Hälfte zusammen.

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Liverpool-Coach Andoni Iraola blieb das Ringen um einen achtbaren Linzer Abgang nicht verborgen. „Der LASK hat Charakter bewiesen. Es ist bemerkenswert, wie sie die zweite Hälfte gespielt haben, das ist nicht einfach“, gab der Spanier an. Angesichts der Kritik, die er sich bisher anhören musste, war es ein wunderbarer Abend für Iraola. Namhafte Ausfälle wie jene von Alexander Isak, Cody Gakpo und Dominik Szoboszlai fielen ebenso wenig ins Gewicht wie der Umstand, dass Stammkräfte wie Virgil van Dijk und Alexis Mac Allister erst als Joker kamen. Offensiv sei es ein „komplettes“ Spiel gewesen, schwärmte der Baske von seiner Truppe.

Logisch, dass ein Team wie Liverpool einen tieferen Kader als der LASK hat. Die Linzer mussten ohne Moses Usor sowie George Bello auskommen, am Dienstag meldete dann auch noch Kapitän Sascha Horvath Bedenken wegen seiner Oberschenkelprobleme an. Alessandro Schöpf, der sonst meist von der Bank kommt, vertrat ihn. „Natürlich ist das ein Verlust, den man nicht so leicht wegstecken kann. Aber das ist Fußball“, sagte Kühbauer.

Nur nicht jammern

Das Jammern über Ausfälle sei ebenso wenig sinnhaft wie zu langes Verweilen in der Vergangenheit, gab Kühbauer zu verstehen. Der Burgenländer wollte den Blick wieder nach vorne richten, …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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