Papst Leo XIV.: Lungenkrebs-Therapie nach OP noch unklar

Politik

Nach dem 90-Minuten-Eingriff zur Entfernung eines Lungentumors am Dienstag verläuft die Rekonvaleszenz des Papstes in der römischen Poliklinik Agostino Gemelli nach Plan. Der Heilige Vater habe eine ruhige Nacht verbracht, er sei vom Bett aufgestanden und habe gefrühstückt, teilte der Vatikan mit. Am Mittwochabend hatte Leo XIV. die Messe in einem eigens dafür eingerichteten Raum auf seiner Krankenhaus-Etage konzelebriert.

Noch unklar ist, ob sich der Papst jetzt einer Chemotherapie, einer Strahlentherapie oder einer anderen Behandlung unterziehen muss. Zunächst muss das vollständige Ergebnis der Gewebeuntersuchung abgewartet werden. Sollte sich im daraus resultierenden histologischen Befund herausstellen, dass die entfernten Lymphknoten vom Tumor befallen sind, wird geprüft, ob eine postoperative Behandlung erforderlich ist. Welche Therapie infrage kommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, die sich aus den weiteren Untersuchungen ergeben.

Genesungswünsche erhielt Leo XIV. aus aller Welt

Genesungswünsche erhielt Leo XIV. aus aller Welt, darunter aus seiner US-Heimat. US-Präsident Donald Trump wünschte Leo XIV. nach dessen Lungenkrebsdiagnose eine schnelle Genesung. „Ich möchte, dass Papst Leo wieder gesund wird“, sagte Trump am Mittwoch vor Journalisten. „Ich wünsche ihm alles Gute und hoffe, dass er schnell wieder gesund wird.“

Dem Vatikan zufolge war bei dem 71 Jahre alten Papst Lungenkrebs festgestellt worden, nachdem ihm am Dienstag ein Teil des rechten Lungenflügels operativ entfernt worden war. Die Erholung nach dem Eingriff verlaufe wie erwartet, teilte der Vatikan am Mittwoch mit. Leo habe bereits begonnen, in seinem Krankenzimmer umherzugehen, und esse wieder normal.

Öfters Differenzen zwischen Trump und Papst

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Trump und der erste US-amerikanische Papst hatten sich in der Vergangenheit wiederholt kritisch übereinander geäußert. Leo forderte in den USA eine grundlegende Auseinandersetzung mit dem Umgang der Regierung mit Migranten. Er bezeichnete das Vorgehen der Trump-Regierung gegen Einwanderer als äußerst respektlos und kritisierte deren aus seiner Sicht unmenschliche Behandlung. Auch in der Außenpolitik gibt es Differenzen. Der Vatikan hat sich nicht Trumps Initiative eines „Friedensrats“ für den Gazastreifen angeschlossen. Zudem kritisierte Leo den Krieg der USA und Israels gegen den Iran. Trump hatte den Papst Anfang des Jahres in einem Beitrag im Internet als „schrecklich in der Außenpolitik“ und „schwach bei der Kriminalitätsbekämpfung“ bezeichnet.

Zuletzt äußerte sich Leo Ende September besorgt über die möglichen Gefahren Künstlicher Intelligenz. Warnungen, dass die Technologie das Potenzial habe, die Welt zu zerstören, müssten ernst genommen werden. Damit widersprach er indirekt Trump, der Befürchtungen über eine existenzielle Bedrohung durch Künstliche Intelligenz als „Schwindel“ bezeichnet hatte.

Südamerika-Reise könnte verschoben werden

Im November steht für den Papst eine fast zweiwöchige Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru auf dem Programm. In Peru war der frühere, weltweite Chef des Augustinerordens viele Jahre als Missionar und Bischof tätig. Er hat auch die peruanische Staatsbürgerschaft. Zur Reise gehört ein Besuch der Stadt Cusco in 3.400 Metern Höhe. Bei manchen Leuten führt diese Höhe zu Atemproblemen und zur Höhenkrankheit. Die peruanische Präsidentin Keiko Fujimori sagte am Mittwoch, der Besuch von Papst Leo XIV. in Lateinamerika könnte sich aus gesundheitlichen Gründen verschieben.

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Source:: Kurier.at – Politik

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