
Die Zukunft des Einkaufens hat bereits begonnen. Was in anderen Ländern wie in den Niederlanden schon praktiziert wird, hat der REWE-Konzern auch in Österreich eingeführt: der Handscanner für einen noch flotteren Einkauf. Der KURIER testete das neue Bezahlsystem in einem Selbstversuch.
Ein Samstag in Wien-Hütteldorf, am Vormittag bilden sich lange Schlangen vor den Kassen des Supermarktes.
Monatelang war der Billa plus in der Bergmillergasse wegen des Umbaus geschlossen. Eröffnet hat der Markt Anfang Oktober mit einem neuen Einkaufserlebnis. Denn am Eingang kann man sich einen von 30 Handscannern schnappen und die Wartezeit an der Kassa verkürzen. Theoretisch.
Alles, was im Einkaufswagen landet, wird zuvor gescannt. Das System funktioniert überraschend einfach, die Anzahl der Artikel kann einfach am Touchscreen geändert werden. Oder auch gelöscht werden, wenn man es sich anders überlegt. Doch schon kommt der erste Rückschlag: Der Code für die Rispentomaten ist nicht an einer Waage zu bekommen, sie müssen an der Kassa gewogen werden.
Achtung bei Rabatten
Also: Nicht vergessen, was im Einkaufswagen noch nicht gescannt ist! Es geht weiter: Brot, Küchenrolle, Bier, Hundefutter – jeder Code wird gescannt. Eine Frage bleibt: Wie die 30 Prozent für die Aktion des Rindfleisches abgezogen werden, wird sich noch weisen.
Der Wochenendeinkauf nähert sich dem Ende, der Wagen ist gut gefüllt und die Hoffnung auf einen schnellen Bezahlvorgang mit dem neuen System an der Express-Kassa ist groß.
Der Endgegner des Systems
Das Wiegen der Tomaten funktioniert auch, dennoch kommt die Ernüchterung. Für den Rabatt an der Rindfleischpackung ist erst wieder ein Mitarbeiter notwendig, der das Gescannte wieder löscht und mit Rabatt erneut einliest. Und natürlich: Für das Bier muss der Mitarbeiter die Altersfreigabe machen. Und jetzt kommt der Endgegner des Systems: Soda-Tauschzylinder gibt es nur an den regulären Kassen. Na gut, dann eben beim nächsten Einkauf.
Somit sind die Schwächen des Handscanners bekannt. Wer nur schnell ein paar Produkte (am besten mit Strichcode) braucht, der kann fast im Vorbeigehen bezahlen. Der Scanner generiert einen Code, der bei der Express-Kassa gescannt wird, und schon wird bezahlt. Mit einem vollen Einkaufswagen ist die normale Kassa aber die bessere Wahl.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



