Millionenpleite eines ambitionierten Bauträgers

Wirtschaft

„Kostensteigerungen und die Krise am Bau belasteten das Budget der Schuldnerin zusehends. Der Baufortschritt blieb hinter den Erwartungen zurück“, so Creditreform. „Die Projektgesellschaft verfügt weder über liquide Mittel noch über laufende Einnahmen. Insolvenzursächlich war dann der Umstand, dass die finanzierende Bank den Kredit zur Gänze fällig stellte.“ Der Konkurs sei alternativlos gewesen.

Über das Vermögen der LKL – Martinhof Projekt GmbH, FN 564730k, mit Sitz in Wien ist am Handelsgericht in Wien ein Konkursverfahren eröffnet worden. Das bestätigt Günther Moser vom Österreichischen Verband Creditreform dem KURIER. Das Unternehmen selbst das Konkursverfahren beantragt.

Die im Jahr 2021 gegründete Gesellschaft ist im Immobilienbereich tätig. Im Firmenbuch scheinen die Herren Christian Lumesberger und Elvir Kasumovic als Geschäftsführer auf, Alleingesellschafterin ist die LKL Bau & Immo GmbH.  Letztere ist bereits im März 2024 in die Pleite geschlittert.

Der Hintergrund

„Realisiert werden sollte das Hotel-Bauprojekt Martinhof in Podersdorf am Neusiedler See. Das Areal befindet sich an der Seeuferstraße 91 in unmittelbarer Nähe zum Strand, eine gute Location“, heißt es weiters. „Die Planungen sahen einen umfassenden Hotelumbau und eine Aufstockung vor. Es sollten 22 hochwertige Appartements und Suiten entstehen, die Platz für Freizeitsportler, Familien und Natururlauber bieten.“

 Schulden und Vermögen

Die Passiva betragen 2,379 Millionen Euro. Es sind rund zehn Gläubiger von der Insolvenz betroffen. Die finanzierende Bank hat bereits am 16. September 2026 wegen einer offenen Forderung in Höhe von 2,18 Millionen Euro einen Konkursantrag gestellt. Die Kreditverbindlichkeiten sind seit 1. Februar 2025 zur Gänze fällig.

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„Die Schuldnerin verfügt weder über liquide Mittel noch über laufende Einnahmen, die zur Bedienung der fälligen Verbindlichkeiten ausreichen“, heißt es im Antrag. Im Geschäftsjahr 2024 betrug der Verlust 187.500 Euro, der Bilanzverlust 673.800 Euro.

Der Wert der Liegenschaft soll 2,4 Millionen Euro betragen. Die Liegenschaft ist mit einem Pfandrecht der finanzierenden Bank belastet. In der Kassa hat das Unternehmen 5.300 Euro.

 Keine Zukunft

Eine Fortführung des Unternehmens ist nicht beabsichtigt.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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