
Bei den massiven Ausschreitungen während Sozialprotesten in Frankreich hat es nach Einschätzung von Präsident Emmanuel Macron keine Einmischung aus dem Ausland gegeben.
„Meiner Meinung nach gibt es keine erkennbare ausländische Einmischung in die Geschehnisse“, sagte Macron am Mittwoch während einer Nahostreise in der katarischen Hauptstadt Doha.
„Ausländische Manipulation der Informationen“
„Allerdings gab es im Anschluss daran eine ausländische Manipulation der Informationen – das schon -, die zu ebenso inakzeptablen wie dummen Äußerungen seitens vieler, darunter auch ausländischer Politiker, geführt hat.“
Es seien Bilder mit Künstlicher Intelligenz (KI) gezeigt worden, die Szenen darstellten, die in Frankreich nie stattgefunden hätten, sagte Macron. „Es gab Leute, die behaupteten, wir seien von Horden von Migranten und Islamisten überrannt worden, was völlig falsch ist.“
Trump nannte Einwanderung als Grund für Krawalle
Noch am Wochenende hatte US-Vizepräsident JD Vance Einwanderung aus ärmeren Ländern als Grund für die Krawalle in Frankreich genannt. Präsident Donald Trump schlug daraufhin in dieselbe Kerbe. „Die Zuwanderung von Menschen aus einer komplett anderen Welt, von Menschen mit hasserfüllten Herzen, hat dieses einst so großartige Land zerrüttet“, erklärte er auf seiner Plattform Truth Social.
„Es gibt Leute, die auf Kosten Frankreichs Wahlkampf betreiben“, sagte Macron. „Wenn ich sehe, wie Politiker, die sich im Wahlkampf befinden – sei es hier in der Region oder jenseits des Atlantiks -, manchmal leichtgläubig Informationen aus der Künstlichen Intelligenz übernehmen oder das weiterverbreiten, was offensichtlich von bestimmten Kreisen gestreut wird, um ein bestimmtes Bild von den Ereignissen in Frankreich zu vermitteln, dann betreiben sie Wahlkampf auf unsere Kosten.“
FPÖ sieht Pariser Verhältnisse in Wien
In den USA finden Anfang November Kongresswahlen (Midterms) statt. In Österreich ortete die FPÖ die Gefahr Pariser Verhältnisse und warnte davor, dass „Gewalt- und Plünderungsexzessen in Paris“ auch in Wien bevorstehen würden. Auch Ex-Kanzler Sebastian Kurz schlug in diese Kerbe und warnte vor den „Konsequenz von fast zwei Jahrzehnten gescheiterter Einwanderungspolitik“.
Tatsächlich lässt sich die Situation zwischen Wien und Paris nur schwerlich vergleichen. Der KURIER hat sich die Situation in den beiden Städten in dieser Geschichte genauer angesehen:
„Wissen Sie, in solchen Momenten sieht man, wer Frankreich liebt und wer es nicht liebt“, sagte Macron zu den Reaktionen auf die Unruhen. „Alle Menschen, die derzeit schlecht über unser Land sprechen, sind Menschen, die unser Land nicht lieben. Diese Menschen gehen mir daher auf die Nerven.“
Source:: Kurier.at – Politik



