
Der Schnee von gestern ist die perfekte Kulisse von morgen. Pünktlich zum Weltcupstart stellte sich in Sölden der Winter ein und hüllte den Rettenbachferner in ein schneeweißes Kleid. Drunten im Tal gab ÖSV-Alpinchef Christian Mitter einen Ausblick auf die Saison und sprach über …
… das ÖSV-Team: „Wenn die Läufer aus Südamerika zurückkommen, dann hört man immer, dass alle so gut trainiert haben und alle so super drauf sind. Das nehme ich hin und mach’ mir dann selbst ein Bild. Was ich sagen kann: Es ist ein guter Spirit drinnen.“
… den Status des Skisports in Österreich: „Österreich ist immer noch die Skination. Wir haben eine hohe Quantität an Läufern bis weit hinunter in die Basis. Das ist immer noch eine Stärke von uns. Trotz aller Schwierigkeiten und Herausforderungen hat ein österreichischer Skifahrer noch immer die besten Möglichkeiten zum Trainieren.“
… neue und junge Gesichter: „Blutjunge 18- oder 20-Jährige, die voll im Weltcup durchstarten, sind selten. Das Durchschnittsalter in unserer Mannschaft liegt bei 28,5 Jahren. Klar fragt da jeder, wo die Jungen sind. Aber wenn die Älteren noch besser performen, dann fahren sie. Skifahren ist nun einmal ein Performancesport. Entweder man fährt schnell oder man fährt nicht schnell. Im Skisport sagt keiner: “Der hat gut gespielt, obwohl man gerade 0:4 verloren hat.„ Natürlich haben die Jungen einen Kredit, aber beschützen können wir sie auch nicht.“
… seine Erwartungen: „Das Wichtigste ist, dass unsere Athleten im Rennen ihre Leistung abrufen und dort ihren besten Schwung zeigen. Wir denken da prozessorientiert und nicht ergebnisorientiert. Ich weiß, das hört sich langweilig an. Man muss alles realistisch einschätzen. Die wenigsten haben die Chance zu gewinnen.“
… sein Leitbild: „Als ich ein junger Trainer war, hatte Ted Ligety den schnellsten Schwung im Riesentorlauf. Plötzlich hat jeder gemeint, dass man so fahren muss wie er. Generationen sind daran gescheitert, weil dieser Stil nur zu ihm gepasst hat. Man darf also nicht etwas über alle drüber hauen. Ich bin kein Freund davon, einfach ein Manuskript hinzulegen und zu sagen: So wird jetzt gefahren in Österreich. Das funktioniert vielleicht bei einem Fußballverein, da spielt man durchgehend vom Nachwuchs bis oben 4-4-2.“
… Julia Scheib: „Wenn du einmal spürst, dass du in der Lage bist, zu gewinnen, dann macht das was mit jemandem. Julia hat das imponierend weitergezogen nach ihrem Sieg in Sölden, das war das eigentlich Beeindruckende. Sie hat gemerkt, dass ihr Skifahren reicht, um vorne zu sein. Sie braucht nichts Besonderes zu machen.“
… Läufer, die auf den Spuren von Julia Scheib wandeln können: „Es gibt schon einige, die sich in Position bringen können. Raphael Haaser hat noch kein Weltcuprennen gewonnen. Der Joshua Sturm ist auch einer, bei dem es funktionieren kann, wenn er seine Sache macht. Ich denke auch an Stephanie Brunner, wenn die einmal ihre sieben Zwetschken beisammen hat.“
… die Bedeutung des ersten Saisonrennens: „Natürlich ist es cool, wenn es gut läuft. Aber ich habe mit den Norwegern hier in Sölden auch schon wilde Watschn erlebt und die Saison war dann trotzdem erfolgreich. Das Rennen hat ein Alleinstellungsmerkmal, daher ist auch der …read more
Source:: Kurier.at – Sport



