
Ein zuvor nie öffentlich ausgestelltes Gemälde des französischen Impressionisten Claude Monet ist am Donnerstagabend in Paris zum Rekordpreis von 50 Millionen Euro versteigert worden. Es ist der höchste Preis, der bei einer Versteigerung eines Kunstwerks in Frankreich jemals erzielt wurde, wie das Auktionshaus Sotheby’s mitteilte. Das Werk dem Titel „Iris“ aus dem Spätwerk des Meisters war im Vorfeld auf 22 bis 30 Millionen Euro geschätzt worden.
Der teuerste Monet ist „Iris“ damit nicht: Der höchste Auktionspreis für ein Werk des Künstlers wurde 2019 bei Sotheby’s in New York mti damals 110 Millionen US-$ erzielt. Es wurde vom SAP-Mitbegründer Hasso Plattner gekauft, der es dem Museum Barberini in Potsdam zur Verfügung stellte.
Das Gemälde „Iris“ ist 1,60 Meter hoch und 1,80 Meter breit und wurrde 1924/25 gemalt. Die Kunstsammlerin Jeanne Schlumberger hatte es nach Angaben von Sotheby’s über eine Galeristin direkt von Monet gekauft, der es in Giverny gemalt hatte. Es war von da an in der Pariser Residenz der Familie geblieben und war nur durch eine Schwarzweiß-Fotografie bekannt.
Gemälde von Cézanne aus dem Verkauf genommen
Drei Gemälde von Paul Cézanne wurden zudem wenige Stunden vor Beginn der Auktion aus dem Verkauf genommen, da sie in die Geburtsstadt des Künstlers, Aix-en-Provence, zurückkehren und dort möglicherweise im Musée Granet ausgestellt werden sollen, teilte Sotheby’s weiter mit. Insgesamt wurden bei der Auktion der „Schlumberger Collection“ 74,4 Millinoen Euro umgesetzt.
Parallel zu der Sotheby’s-Auktion organisierte das Auktionshaus Christie’s am Donnerstag eine Versteigerung. Unter den 26 versteigerten Werken waren auch zwei Gemälde von Monet, die für 12,7 Millionen Euro und 3,1 Millionen Euro den Besitzer wechselten.
Die Familie Schlumberger gehört zu den großen Industriedynastien Frankreichs, ihre Wurzeln liegen im Elsass. Mit den Begründern der österreichischen Marke Schlumberger war die Kunstsammlerin, deren Schätze nun verkauft wurden, nur sehr weitschichtig verwandt: Der Begründer der in Österreich bekannten Marke, Robert Alwin Schlumberger von Goldeck (1814-1879), entstammte einem in Württemberg ansässigen Zweig der Familie und wurde in Stuttgart geboren. Er war zunächst Betriebsleiter beim Champagnerhersteller Ruinard Père & Fils in Reims, ließ sich aber bereits 1843 in Österreich wurde, wo er die Sektkellerei in Bad Vöslau begründete.
Source:: Kurier.at – Kultur



