Von Yamal bis Kane: Wer hat die besten Chancen auf den Ballon d’Or?

Sport

Es ist die größte individuelle Auszeichnung im Weltfußball: der Ballon d’Or. Am heutigen Montag wird der goldene Ball zum insgesamt 70. Mal verliehen.

Anders als in manchen vergangenen Jahren, in denen der Sieger schon vor der Gala festzustehen schien, verspricht die diesjährige Wahl ein offenes Rennen.

Ballon d’Or 2026: Die Favoriten und eine Neuheit

Erstmals in der Geschichte findet die Verleihung in London statt. Die Gala der Fachzeitschrift France Football beginnt um 21 Uhr und wird live auf DAZN übertragen.

Über den Gewinner entscheiden Sportjournalisten aus den Top 100 der FIFA-Weltrangliste. Für Österreich stimmt Martin Konrad (Sky) aus einer Liste von 30 nominierten Spielern ab. Der KURIER beleuchtet die aussichtsreichsten Anwärter auf die Trophäe.

Zum wohl letzten Mal unter den nominierten Spielern steht Lionel Messi. Der Argentinier spielte mit seiner Nationalmannschaft eine nahezu perfekte WM, zählt diesmal jedoch nicht zu den Topfavoriten. Auch seine Vereinstätigkeit außerhalb Europas dürfte dabei eine Rolle spielen. Der 39-Jährige dürfte es verschmerzen, wurde er immerhin schon achtmal zum Weltfußballer gewählt.

Lamine Yamal, Rodri oder doch Harry Kane?

Zu den aussichtsreicheren Kandidaten zählt hingegen Lamine Yamal. Der Youngster wurde in der Meistersaison des FC Barcelona zum Spieler der Saison in Spanien gewählt und gewann zudem die WM. In der Champions League war für die Katalanen allerdings bereits im Viertelfinale Endstation. Für den Ballon d’Or könnte das eine Runde zu früh gewesen sein.

Ebenfalls Weltmeister wurde Rodri, der mittlerweile Yamals Teamkollege bei Barcelona ist. Im Gegensatz zum 19-Jährigen kann der Ballon-d’Or-Sieger von 2024 auch die Auszeichnung als bester Spieler des WM-Turniers vorweisen. Auf Klubebene blieb die große Titelausbeute hingegen aus: Zwei Pokalsiege stehen zu Buche.

  ÖSV-Chef vor Saisonstart: „Wir sind Österreich, wir fahren auf Sieg“

Mit Harry Kane und Michael Olise hat auch Bayern München zwei aussichtsreiche Kandidaten im Rennen. Kane erzielte für den deutschen Rekordmeister und England in 65 Spielen beeindruckende 73 Tore. Dazu kommen der Halbfinaleinzug bei der WM und der Meistertitel in der Bundesliga.

Diesen kann auch Olise vorweisen, der zudem zum Spieler der Saison in Deutschland gewählt wurde. Wettbewerbsübergreifend stehen für den Franzosen bei den Bayern 22 Tore und 29 Vorlagen zu Buche. Beide haben allerdings einen entscheidenden Nachteil: Der große internationale Titel fehlt.

Den sicherte sich Paris Saint-Germain mit Khvicha Kvaratskhelia in der Champions League. Der Georgier wurde zudem zum Spieler der Saison in der Königsklasse gekürt und überzeugte mit zehn Toren und sechs Vorlagen. Auch in Frankreich durfte er über den Meistertitel jubeln.

Ronaldo kein Thema, Mbappé Außenseiter

Kylian Mbappé dürfte hingegen nur Außenseiterchancen auf den Ballon d’Or haben. Für Real Madrid erzielte der Franzose 42 Tore in 44 Spielen und sicherte sich bei der WM mit zehn Treffern den Goldenen Schuh. Ein großer Mannschaftserfolg blieb ihm jedoch verwehrt.

Auch Vorjahressieger Ousmane Dembélé sowie der Norweger Erling Haaland zählen nur zum erweiterten Favoritenkreis. Auf jeden Fall kein Thema ist in diesem Jahr Cristiano Ronaldo. Der fünffache Weltfußballer schaffte es nicht unter die Top 30.

Die Leistungen, Titel und individuellen Auszeichnungen liefern jedenfalls reichlich Stoff für eine kontroverse Wahl. Wer am Ende den Ballon d’Or gewinnt, dürfte daher erneut für Diskussionen sorgen.

Österreich-Bezug bei Ballon d’Or

Neben dem Ballon d’Or der Männer wird in London auch jener der Frauen …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.