
Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) hat am Montag den vietnamesischen Vizefinanzminister Nguyễn Đức Chi zu einem Arbeitsgespräch im Finanzministerium getroffen. Laut einer Aussendung des Staatssekretariats ging es um die wirtschaftliche und finanzielle Zusammenarbeit zwischen Österreich und Vietnam.
„Vietnam ist ein wichtiger Wirtschaftspartner für Österreich und bietet viele Chancen für unsere Unternehmen. Diese Chancen wollen wir noch stärker nutzen und die Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern weiter ausbauen“, sagt Eibinger-Miedl. In welchen Bereichen? Die ÖVP-Staatssekretärin verweist auf das bereits bestehende Soft-Loan-Abkommen: „Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist es wichtig, unseren Unternehmen neue Möglichkeiten auf internationalen Märkten zu eröffnen.“
Soft Loans sind staatlich unterstützte Finanzierungen – etwa Zinsstützungen oder Zuschüsse – für Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern. Konkreter: Vietnam erhält von Österreich vergünstigte Kredite für Projekte, die im Gegenzug aber zu einem bestimmten Prozentsatz von österreichischen Unternehmen umgesetzt werden. Soft-Loan-Abkommen mit Vietnam, der Mongolei und den Philippinen wurden 2025 abgeschlossen.
150 Millionen Euro
Im Rahmen des Abkommens mit Vietnam stellt Österreich 150 Millionen Euro zur Verfügung. Davon entfallen 100 Millionen auf „gebundene Hilfskredite“. Die Finanzierung dieser Kredite ist an einen hohen Anteil österreichischer Lieferungen und Leistungen gekoppelt. Die restlichen 50 Millionen stehen für ungebundene Hilfskredite zur Verfügung. Diese sind nicht an eine österreichische Beteiligung gekoppelt, müssen aber „mit den österreichischen Interessen und Zielen“ im Einklang stehen.
Im Anschluss an das Treffen fand noch das sogenannte „Vietnam Austria Investment Connect Forum“ statt, bei dem sich Betriebe, Finanzinstitutionen und Investoren beider Länder „vernetzen“ konnten.
Source:: Kurier.at – Politik



