Lockt Russland Südamerikaner mit 14.000 Euro an die Front?

Politik

Boliviens Behörden wollen Berichten nachgehen, wonach Staatsbürger des südamerikanischen Landes unter falschen Versprechungen nach Russland gelockt worden seien, um im Ukraine-Krieg zu kämpfen. Generalstaatsanwalt Roger Mariaca kündigte am Dienstag Untersuchungen an, nachdem in den vergangenen Tagen Aufnahmen von Bolivianern in russischen Uniformen in Onlinediensten aufgetaucht waren.

Der Fernsehsender Red Uno zitierte einen 29-jährigen Bolivianer mit den Worten, ihm seien umgerechnet knapp 14.000 Euro angeboten worden, wenn er nach Russland reise. In einem Onlinevideo, das offenbar im Kriegsgebiet aufgenommen wurde, waren er, sein Cousin und zwei weitere Menschen zu sehen, die offenbar aus Peru und Kolumbien stammen. Der 29-Jährige wurde nach Angaben seiner Frau am Dienstag bei Kämpfen getötet. Auch die Behörden in Peru und Kolumbien kündigten Untersuchungen an.

Die russische Botschaft in Lima gab an, dass Peruaner Verträge zum Dienst in der russischen Armee unterschrieben hätten. Sie hätten dies freiwillig und im Rahmen der Gesetze getan. Es wäre nicht der erste Fall: Bereits aus Nepal, Indien, Kuba, mehreren afrikanischen Staaten sowie zuletzt aus Jemen wurden Fälle bekannt, in denen Ausländer für den Dienst in der russischen Armee angeworben wurden – teils nach eigenen Angaben mit falschen Jobversprechen oder hohen Geldsummen.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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