
In der Demokratischen Republik Kongo stirbt UNO-Angaben zufolge jede halbe Stunde ein Menschen an dem Ebola-Virus. „Die Epidemie ‚breitet sich so schnell aus wie keine andere zuvor‘ und ‚fordert alle 30 Minuten ein Menschenleben‘, erklärte der Chef des UN-Büros für humanitäre Angelegenheiten (Ocha), Tom Fletcher, am Freitag. „Mehr als 2.000 Menschen sind bereits gestorben. Viele weitere sind in Gefahr. Die Welt muss aufwachen und handeln“, forderte Fletcher.
„Wir dürfen nicht zulassen, dass das Virus unsere Gegenmaßnahmen überholt“, so Fletcher. Beim folgenschwerste Ebola-Ausbruch, den das Land je erlebt hat, starben zwischen 2018 und 2020 fast 2.300 Menschen bei 3.500 erfassten Erkrankten. In der derzeitigen Epidemie gab es nach jüngsten Angaben der kongolesischen Behörden nur drei Monate nach dem Ausbruch bereits 4.566 bestätigte Fällen und mindestens 2.128 Tote.
Epidemie im Mai ausgebrochen
Der am 15. Mai dieses Jahres ausgerufene Ausbruch betrifft mehrere Provinzen im von jahrzehntelanger Gewalt geprägten Osten des Landes. Am stärksten betroffen ist die Provinz Ituri. Es handelt sich um den 17. Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo. Verursacht wird er von der seltenen Bundibugyo-Variante des Virus, gegen die es bisher weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung gibt.
Ebola wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten Infizierter übertragen und kann schweres hämorrhagisches Fieber auslösen. In den vergangenen 50 Jahren starben in Afrika mehr als 15.000 Menschen an der Krankheit.
Source:: Kurier.at – Politik



