
Johannes Hoff Thorup ist ein kontrollierter Typ. Der Däne spricht zwar meist Klartext, lässt sich aber ungern Emotionen anmerken. Als es um die Einberufung von Jakob Schöller ins U-21-Team ging, wollte sich der Rapid-Trainer nicht mehr zurückhalten.
Hoff Thorup zeigte und formulierte ganz offen, dass er sauer ist: „Das ist nicht zu verstehen und auch nicht zu akzeptieren.“
Und jetzt?
Ist alles wieder in Ordnung zwischen Rapid und dem ÖFB.
Es war die unerwartete Abberufung von Peter Schöttel, die für die Kommunikationspanne rund um den rekonvaleszenten Innenverteidiger sorgte: Der ÖFB-Sportdirektor war der (plötzlich abgezogene) Ansprechpartner von Sportchef Markus Katzer im Sonderfall Schöller.
Aussprache gelungen
Nachdem die Einberufung „passiert“ war, einigten sich Katzer und U-21-Teamchef Peter Perchtold auf eine gemeinsame Vorgangsweise: Schöller wurde beim ÖFB durchgecheckt, setzte sein Aufbautraining fort und bleibt auch in dieser Woche beim U-21-Team, weil die Rapidler seit der Rückkehr aus Venedig frei haben.
Zum Einsatz kommen wird der 20-Jährige in den entscheidenden Qualispielen gegen Dänemark und in Wales aber nicht. Denn Schöller soll weiterhin keine Zweikämpfe bestreiten.
Sollte beim ÖFB die Wurzel der Verletzungsanfälligkeit des höchst professionell lebenden Top-Talents gefunden werden, landen alle Informationen dazu in Hütteldorf.
Hoff Thorup sieht kaum Limits
Hoff Thorup würde sich besonders freuen. Denn der 37-Jährige hat den 1,90-m-Mann nicht nur zum Vizekapitän befördert, sondern hat Schöller laut KURIER-Informationen auch ganz oben auf seiner Liste der Spieler mit dem Potenzial für eine Karriere in einer Top-Liga.
Ebenfalls besonders wichtig ist Hoff Thorup sein Dauerläufer auf der rechten Seite. Bendeguz Bolla musste in Nordirland allerdings nach einem brutalen Foul in der Nations League abtransportiert werden.
Noch ein Check bei Bolla
Die befürchtete schwere Verletzung ist laut ungarischem Verband nicht Realität geworden: Bolla dürfte mit einer Knöchelprellung davongekommen sein.
Am Mittwoch folgt beim 26-Jährigen zur Sicherheit noch ein MRT.
Wenn es beim „Glück im Unglück“ bleibt, konnte Bolla bald wieder mit leichtem Training beginnen.
Source:: Kurier.at – Sport



