Zwischen Fakt und Fake: Wie Messi und Yamal die Welt verzücken

Sport

Lionel Messi badet Lamine Yamal. Das Foto ist kein Fake. Es entstand, nachdem Lamines (aus Äquatorialguinea stammende) Mama bei einer Verlosung für einen Wohltätigkeitskalender des Unicef-Kinderhilfswerks das Plastikwannen-Treffen ihres Babys mit Messi gewann. Das Schicksal will es, dass Messi und Yamal 18-einhalb Jahre später just im WM-Finale erstmals Gegner sind.

Yamal und seine Teamkollegen Nico Williams und Aymeric Laporte sind (während ein Drittel ihrer argentinischen Gegner auch die italienische Staatsbürgerschaft besitzt) die einzigen Spanier im WM-Finale mit Migrationshintergrund. Ungleich höher ist der diesbezügliche Anteil bei anderen europäischen Fußball-Nationen. Ob England, Frankreich Deutschland oder Schweiz – dort machen oft Spieler mit entsprechender Historie den Unterschied aus.

In deutschen Nachwuchsauswahlen bilden Talente mit Migrationshintergrund schon die Mehrheit. Andernfalls wäre man nur Mittelmaß. So wie’s das über die deutsche Nationalelf heißt, wenn deren Ballzauberer Sane, Musiala, Gnabry nicht in Form oder verletzt sind.

Auch deutsche Trainer verhalfen dem einwohnerstärksten EU-Land im populärsten Teamsport nicht zur Imagekorrektur. Julian Nagelsmann ist nach dem WM-Out bereits abserviert. Englands deutscher Teamchef Thomas Tuchel nach dem vercoachten Semifinale angezählt. Nur Ralf Rangnick überstand als ÖFB-Teamchef die WM weitgehend unbeschadet. Obwohl sein Team nicht so beeindrucken konnte wie bei der EM 2024. Und obwohl u. a. von Sportstudenten und Lehrbeauftragten der Sportuni Wien Fehler in der Vorbereitung vermutet werden.

Letztlich verlor Österreich in den USA aber nur gegen die Finalisten Spanien und Argentinien. Weshalb Sportminister Andreas Babler, wie in diversen Whatsapp-Gruppen süffisant kolportiert, von der FIFA die Bronzemedaille für Österreich anfordern wird. Zumindest das ist ein Fake.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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