Mediashop-Insolvenz: Österreichische Investoren verhandeln über Neustart

Wirtschaft

Trotz des Zusammenbruchs gibt es einen Hoffnungsschimmer: Eine österreichische Investorengruppe befindet sich nach Informationen des Insolvenzverwalters Michael Lentsch in der Endphase von Kaufverhandlungen. Der Deal umfasst den Erwerb des Warenbestands, des Inventars sowie der wertvollen Marken- und IP-Rechte. Die Details der einzelnen Positionen seien nahezu ausverhandelt, heißt es. Die Identität der potenziellen Käufer ist dem KURIER bekannt. Zur Investorengruppe gehört der Manager Patrick Schenner.

Die Investorengruppe hat ehrgeizige Pläne: Sie will Mediashop wieder an die Spitze des Teleshoppings in Österreich, Deutschland und der Schweiz führen und den Personalbestand von heute 30 auf etwa 60 Mitarbeiter deutlich aufstocken. Wann der Deal finalisiert wird, ist laut AKV noch offen.

Bei der Berichts- und Prüfungstagsatzung am Landesgericht Wiener Neustadt wurde am Donnerstag der Stand des Konkursverfahrens präsentiert, das seit März dieses Jahres läuft.

Ursprünglich hatte das Teleshopping-Unternehmen auf Eigenantrag am 27. Februar 2025 ein Sanierungsverfahren beantragt und einen Neustart angestrebt. Doch die Hoffnungen zerschlugen sich: Die Insolvenzen mehrerer Vertriebstöchter führten zu einer Liquidationsunterdeckung, die eine Fortführung unmöglich machte. Am 12. März 2026 zog die Schuldnerin den Sanierungsplan zurück, das Unternehmen wurde geschlossen.

163 Mitarbeiter verloren ihre Jobs

Von der Insolvenz sind 163 Dienstnehmer betroffen. Nahezu alle Dienstverhältnisse wurden beendet. Lediglich ein kleines Kernteam mit 20 Wochenstunden bleibt für die Abwicklung des Konkursverfahrens in den Bereichen Buchhaltung, EDV, Personal und Management im Einsatz.

Nach Angaben des Alpenländischen Kreditorenverbands (AKV) und des KSV1870 wurden bisher Forderungen in Höhe von 31 Millionen Euro angemeldet. Davon sind 19 Millionen Euro festgestellt, während 12 Millionen Euro bestritten werden.

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Keine Erlöse für Gläubiger aus Liegenschaft

Problematisch gestaltet sich die Verwertung der Betriebsliegenschaft. Das Baurecht ist verpfändet, und die Pfandrechtsgläubigerin, eine Bank, hat ein Angebot vorgelegt, das über den bisher vorliegenden Offerten liegt. Für die allgemeinen Insolvenzgläubiger dürfte aus diesem Verkauf jedoch voraussichtlich kein Erlös anfallen.

Über die Quotenaussichten für die Gläubiger könne derzeit keine verbindliche Aussage getroffen werden, teilte der AKV mit. Die weitere Entwicklung hängt maßgeblich vom Erfolg der Vermögensverwertung durch den Insolvenzverwalter ab.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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