AUA-Chefin zu Ticketpreisen: „10 Prozent mehr, dann geht es sich aus“

Wirtschaft

AUA-Passagiere müssen sich aufgrund höherer Kerosinpreise auf höhere Ticketpreise einstellen, sagte AUA-Chefin Anette Mann am Samstag im Ö1-Mittagsjournal. Selbst wenn sich die Lage im Nahen Osten beruhigt, müsse man noch mindestens ein Jahr mit hohen Preisen rechnen.

In welchem Ausmaß die Preise für die Fluggäste steigen werden, lasse sich nicht vorhersagen.  Bei einem Ticket um 200 Euro könnten es einmal 5 Euro sein, auf einer anderen Destination 30 Euro. „Ich hätte gerne von dem, was bei uns ankommt, um zehn Prozent mehr. Dann geht es sich für uns bei den Kerosinpreisen wahrscheinlich aus“, sagte Mann.

Kerosin-Versorgung im Sommer gesichert

Die Versorgung mit Kerosin sei jedenfalls über den Sommer hin gesichert, stellte sie noch einmal klar. In Wien sei man mit der OMV-Raffinerie in Schwechat gut versorgt. In China, Japan und Nordamerika gebe es keinen Kerosinmangel. Innerhalb Europas könne man etwas mehr tanken.

Die AUA-Chefin sprach sich am Samstag auch gegen eine Streichung von Kurzstreckenflügen aus. Zugleich räumte sie ein, dass diese nicht immer wirtschaftlich rentabel seien. Es gehe vielmehr um die Standortsicherung für regionale Flughäfen wie in Innsbruck, Klagenfurt oder Graz.

„Ich bräuchte diese Ultra-Kurzstreckenflüge nicht“, sagte sie gegenüber dem ORF-Radiosender. Es gehe ihr bei der Debatte vielmehr um eine Standortfrage. „Wenn ich rein wirtschaftlich eine Entscheidung treffen würde, hätte ich den Innsbruck- und auch Klagenfurt- oder Graz-Flug wahrscheinlich schon nicht mehr im Portfolio, aber wir sehen uns hier natürlich auch in der Standortverantwortung.“ So habe etwa Innsbruck bereits den Frankfurt-Flug verloren.

  Budgetpaket lässt Ein-Personen-Firmen "im Regen stehen"

Neue Gepäck-Abgabe aufgrund des Wettbewerbs

Die AUA-Chefin verteidigte den neuen Economy-Basic-Tarif auf Kurz- und Mittelstrecken ohne der bisher kostenfreien Mitnahme eines kleinen Kabinenkoffers. Damit werde das Angebot nach unten hin erweitert, sagte Mann. Damit würde die AUA bei Vergleichsportalen, die sich meist am Preis orientieren, weiter oben angeführt. Und der Low-Cost-Anteil liege in Wien bei 25 bis 30 Prozent.

…read more

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.