„Aus der Heimat“: Aufregung um deutsche Eier bei Spar

Wirtschaft

Eine mögliche irreführende Verpackungsaufmachung bei Frischeiern aus Bayern, die der Lebensmittelhändler Spar verkauft, sorgt für Aufregung. Auf den Eierverpackungen sind Hühner in einer Freilandumgebung zu sehen. Laut Kennzeichnung sind aber Eier aus deutscher Bodenhaltung enthalten. Weiters steht auf der Verpackung „aus der Heimat“.

Foodwatch, Vier Pfoten, der Verein Land schafft Leben und die Geflügelwirtschaft kritisieren die irreführende Verpackung. „Für uns ist entscheidend, dass Konsumentinnen und Konsumenten sich auf die Darstellung auf der Verpackung verlassen können“, so EZG-Frischei-Obmann und Vorstandsmitglied der Geflügelwirtschaft Österreich, Günther Wenninger, in einer Aussendung. 

Lebensmittelkontrolleure in Salzburg zuständig

Auch das Marktamt Wien sieht eine Irreführung der Konsumenten bei der bayerischen Eierverpackung. „Wir leiten das an die Lebensmittelkontrolle Salzburg weiter“, hieß es vom Marktamt zur APA. Zuständig seien die Salzburger Lebensmittelkontrolleure, weil die Erstinverkehrbringung der bayerischen Eier in Salzburg erfolgte.

Spar verwies auf APA-Anfrage an den bayerischen Familienbetrieb Obermeier. „Bei den Eigenmarken achten wir selber auf eine korrekte Auszeichnung und entsprechende Bebilderung. Bei Markenartikeln ist der Hersteller selbst dafür verantwortlich“, sagte Spar-Sprecherin Nicole Berkmann. Die angesprochene Verpackung werde „in ganz Deutschland so verkauft“.

Schon länger Kritik an deutschen Frischeiern bei Spar

Die Geflügelwirtschaft kritisierte bereits Ende April, dass Spar nach der Eier-Knappheit rund um Ostern weiterhin deutsche Frischeier verkauft. Die Eierproduzenten sehen einen „Tabubruch“, der die heimische Produktion gefährde. Für Spar ist hierzulande weiterhin keine Vollversorgung mit österreichischen Eiern möglich.

Der Verein Land schafft Leben sieht das anders. „Es ist absolut unverständlich, warum plötzlich Import-Eier im Supermarktregal landen, die noch dazu in die Irre führen“, erklärt  Vereinsgründer  Hannes Royer. Die Tierschützer von Vier Pfoten orten bei der Verpackung „eine dreiste Irreführung der Konsumentinnen und Konsumenten“.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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