
Für viele Fußballfans ist das Panini-Sammelalbum fixer Bestandteil vor jedem Fußball-Großereignis. Seit dem Wochenende sind die Panini-Pickerl von den Spielern der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA und Mexiko auch in Österreich wieder im Handel erhältlich. Das Album ist 112 Seiten dick, ein Packerl kostet 1,50 Euro, es gibt auch wieder Startersets und Boxen mit bis zu 100 Packerl.
Nach der WM ist Schluss
Doch mit dem sportlichen Sammeln und Tauschen ist bald endgültig Schluss. Nach dem europäischen Fußballverband UEFA hat nun auch der Weltverband FIFA den langjährigen Lizenzvertrag mit dem Unternehmen aus Modena gekündigt und neu an den US-Konzern Fanatics, Mutter des Herstellers Topps, vergeben. Nach der WM 2030 sind die Panini-Pickerl endgültig Geschichte. Damit verlieren die Italiener nach 60 Jahren ihr wohl prestigeträchtigstes Mandat im Fußball-Merchandising.
UEFA beendete Zusammenarbeit schon 2024
Die UEFA hatte die Zusammenarbeit mit Panini schon vor der Fußball-EM 2024 beendet und setzt seither auf die Pickerl von Topps. Ebenso wird in der englischen Premier League nach der aktuellen Saison Panini durch Topps ersetzt.
Und Anfang Mai gab der Deutsche Fußball-Bund DFB einen 9-Millionen-Deal für den Vertrieb von Sammelkarten, Stickern und Sammelkartenspielen mit Fanatics bekannt. Ab 2031 wird der US-Konzern die Fan-Produkte für das deutsche Männer- und Frauen-Nationalteam vertreiben.
Panini vor Verkauf?
Die Zukunft von Panini ist ungewiss. Nach dem Tod von Vorstandschef und Miteigentümer Aldo Hugo Sallustro im Vorjahr steht das Traditionsunternehmen Medienberichten zufolge vor dem Verkauf.
Die Eigentümerfamilien Baroni und Sallustro hätten Insidern zufolge die Investmentbank Citi als Berater engagiert. Es gebe zwei Dutzend potenzielle Käufer, darunter Sport- und Medienkonzerne.
Rechtsstreit mit Fanatics
Mit dem US-Konkurrenten Fanatics tobt ein Rechtsstreit. Panini America hatte Fanatics 2023 vor einem US-Gericht verklagt und dem Rivalen wettbewerbswidrige Praktiken und die Verletzung exklusiver Lizenzrechte vorgeworfen. Dem Insider zufolge kommt Fanatics als Käufer nicht infrage. Dessen Chef Michael Rubin hatte im Dezember erklärt, er habe kein Interesse an einem Kauf von Panini.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



