Brisanz bei der Eishockey-WM: Aufsteiger Ukraine oder Rückkehrer Belarus

Sport

Der Sport schreibt bekanntlich seine eigenen Geschichten. In diesem speziellen Fall hat er es mit der Pointe aber fast ein wenig übertrieben.

Vor wenigen Tagen hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) beschlossen, dass Sportler und Sportteams aus Belarus wieder unter ihrer Flagge an internationalen Sportbewerben teilnehmen können. Die Suspendierung von Russland bleibt aufrecht.  Die beiden Nationen wurden 2022 nach dem Beginn des brutalen Angriffskrieges gegen die Ukraine von der Eishockey-WM ausgeschlossen. 2023 wurde den Russen auch die Veranstaltung der WM in St. Petersburg entzogen. Belarus unterstützt Russland bei den Angriffen auf die Ukraine.  

Der Internationale Eishockeyverband IIHF legte die Vorgangsweise fest, dass die suspendierten Teams dorthin zurückkehren, wo sie zuletzt gespielt haben. Das bestätigte auch IIHF-Vizepräsident Petr Briza am Rande der WM 2025 in einem Interview mit dem KURIER.  „Es würde uns freuen, wenn beide wieder mitspielen würden, denn das würde bedeuten, dass der Krieg vorbei ist“, sagte der ehemalige tschechische Weltklassekeeper.  

Darf die Ukraine wegen Belarus nicht zur WM 2027? 

Und jetzt kommt es: Würde Belarus schon kommendes Jahr bei der WM in Deutschland wieder dabei sein, dann würde der zweite Aufsteiger von der B-WM 2026 doch nicht mitspielen dürfen. Der zweite Aufsteiger hinter Kasachstan ist ausgerechnet die Ukraine, die erstmals seit 2007 wieder erstklassig sein würde.  Also: entweder Belarus oder Ukraine spielen 2027 bei der WM der 16 besten Nationen.

Jetzt hat die IIHF erst recht ein Problem. In Deutschland  leben 1,4 Millionen aus dem Kriegsgebiet geflüchtete Ukrainer. Wie würden sie reagieren, wenn plötzlich Belarus statt der Ukraine bei der Eishockey-WM spielt?

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Rechtlich gedeckt wäre es, dass der zweite Aufsteiger doch nicht für die A-WM im kommenden Jahr qualifiziert ist. Denn die Teilnehmer der WM der Division IA, wie die B-WM offiziell heißt, müssen vor Turnierbeginn unterschreiben, dass nur der Sieger fix aufsteigt und der zweite Aufsteiger erst nach der WM vom IIHF-Council bestätigt wird, oder eben nicht.

Die wahrscheinlichste Variante aus heutiger Sicht ist, die Rückkehr von Belarus aus Sicherheitsbedenken auf die WM 2028 in Paris und Lyon zu verschieben und der Ukraine den sportlichen Aufstieg nach 20 Jahren in der Versenkung nicht zu nehmen.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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