Wer nun auch noch ins Rennen ums Präsidentenamt in Frankreich einsteigt

Politik

Im Kampf um die Macron-Nachfolge bringen sich nun immer mehr Kandidaten und Kandidatinnen in Stellung. Am Sonntag machte Ex-Premier Eduard Philippe auf sich aufmerksam. Er wolle die konservativen Kräfte der Mitte bündeln, kündigte er an, um den Franzosen bei der Präsidentschaftswahl ein Duell zwischen dem rechten und dem linken Rand zu ersparen.

Knapp acht Monate vor der Präsidentschaftswahl versucht der 55-jährige Mitte-Rechts-Kandidat Philippe, die konservativen Parteien in einem neuen Wahlbündnis oder einer neuen Partei zu einen. Es gehe darum, „die neue Partei oder den neuen Parteienverbund zu schmieden, der es allen, die ihre Kräfte im Dienste des Landes bündeln wollen, ermöglicht, gemeinsam zu regieren“, sagte der Vorsitzende der Partei Horizons bei einer Veranstaltung im nordfranzösischen Tourcoing. 

Sein direkter Konkurrent ist der liberal-konservative Gabriel Attal, der 37-jährige Ex-Premier. Er will als Kandidat bei den 2027 anstehenden Präsidentschaftswahlen antreten, weil er Frankreich und die Franzosen „zutiefst liebe“, sagte er. 

Amtsinhaber Emmanuel Macron darf nach zwei Amtszeiten nicht wieder antreten. Die Wahl findet in traditionell zwei Runden am 18. April und 2. Mai statt. 

In allen Umfragen liegt derzeit die Rechtspopulistin und Chefin des Rassemblement National (RN), Marine Le Pen, klar vorn. Philippe gilt als aussichtsreichster Kandidat der Konservativen.

Aber aktuelle Umfragen deuten darauf hin, dass es in der entscheidenden zweiten Runde zu einer Stichwahl zwischen Le Pen und dem Gründer der linkspopulistischen Partei La France Insoumise (LFI), Jean-Luc Mélenchon, kommen könnte.

Auf der linken Seite hat sich der 46-jährige Sozialdemokrat und EU-Abgeordnete Raphael Glucksmann in den Kandidaten-Ring begeben. Ja, versicherte er in den Abendnachrichten des Privatsenders TF1 vor einer Woche, er trete bei der französischen Präsidentschaftswahl im Frühjahr 2027 an.

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Er wolle „Frankreich wieder aufrichten“ und das Land „nicht den Rechtsextremen überlassen“. In Umfragen liegt er bei gut zehn Prozent und damit deutlich hinter dem Linksextremisten Mélenchon.

Glucksmann betont, dass es mit ihm keine Allianz mit LFI gebe, wie sie 2024 bei den Parlamentswahlen gemeinsam mit den Sozialisten, Grünen und Kommunisten noch zustande gekommen sei.

Glucksmann hält sich zugute, ein politischer Quereinsteiger zu sein, in Frankreich eine Seltenheit. 2018 gründete der Sohn des Philosophen André Glucksmann mit Gesinnungsgenossen die sozialdemokratisch ausgerichtete Partei „Place Publique“, über die er 2019 und 2024 ins Europaparlament einzog. Zuvor war er als Journalist und Dokumentarfilmer tätig.

 

Für eine mögliche Kandidatur bereitet sich unter anderem auch Ex-Präsident François Hollande vor. Ob sich der 71-Jährige allerdings tatsächlich ins Rennen wirft, ließ er noch offen.

 

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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