Ukrainischer Ex-Minister Fedorow wird Berater in Rom, Kritik aus Moskau

Politik

Russland kritisiert die Ernennung des ehemaligen ukrainischen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow zum Berater des italienischen Verteidigungsministers Guido Crosetto. Fedorow soll Italien künftig bei Fragen zu militärischen Innovationen und Technologie beraten. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, bezeichnete die Ernennung am Dienstag als „höchst lächerlich“ und Stoff für eine satirische Geschichte.

Crosetto wies die Kritik umgehend zurück. Fedorow bringe umfangreiche praktische Erfahrung in seinem Aufgabenbereich mit, betonte er. Der italienische Verteidigungsminister hatte die Ernennung bereits nach einem Treffen mit Fedorow am Freitag in Rom bekanntgegeben. Fedorow habe ein zuvor unterbreitetes Angebot angenommen, ihn als Berater für Verteidigungsinnovationen zu unterstützen, teilte Crosetto mit. Beide hätten sich unter anderem über Drohnen, unbemannte Systeme und Luftverteidigung ausgetauscht. Angesichts des rasanten technologischen Wandels müsse Italiens Verteidigung schneller und anpassungsfähiger werden, erklärte Crosetto.

Fedorow begrüßte die Zusammenarbeit

Fedorow wolle Italien dabei unterstützen, moderne Technologien der Kriegsführung zu übernehmen, den Verteidigungssektor zu stärken und sich auf neue globale sicherheitspolitische Herausforderungen einzustellen. Dies teilte er über den Kurznachrichtendienst X. Zugleich betonte er, sein Hauptaugenmerk bleibe auf der Ukraine. Er werde dort weiter an zentralen Projekten zur Stärkung der Verteidigung und zur Gewinnung internationaler Unterstützung arbeiten.

Fedorow war erst im Juli nach rund sechs Monaten als ukrainischer Verteidigungsminister abgelöst worden. Der 35-Jährige gilt als politisch aufstrebend und wird von Beobachtern als möglicher Konkurrent von Präsident Wolodymyr Selenskyj bei einer künftigen Präsidentschaftswahl gesehen. Fedorow hat sich wiederholt für eine solche Wahl ausgesprochen. Kommentatoren vermuten, dass seine Ablösung auch mit seinen politischen Ambitionen zusammenhängen könnte.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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