Sprint-Rekorde auf der Laufbahn und ein Weltmeister aus Österreich

Sport

Konträr zu Wien, wo die Laufbahn des Happelstadions seit einem Vierteljahrhundert nicht einmal eine nationale Leichtathletik-Meisterschaft zulässt, wurde der Zürcher Letzigrund soeben Schauplatz sensationeller Weltrekorde: 100 Meter-Hürden-Bestzeit (12,09) durch die US-Amerikanerin Masei Russell, 400-Meter-Hürden-Fabelzeit (45,80) durch Alison dos Santos (Brasilien). Fünf Tage davor war’s auch im populärsten Bewerb der Elementarsportart, dem 100-Meter-Lauf, zu Premieren gekommen, …

… als in Chorzow (Polen) erstmals in einer einzigen (von Jamaikas Sprintweltmeister Oblique Seville gewonnenen) 100-Meter-Veranstaltung alle Starter unter der 10-Sekunden-Marke blieben und es für den Kameruner Emanuelle Esmee mit 9,99 nur zum neunten und letzten Platz reichte;

… und als in Peking Usain Bolts 17 Jahre alter Weltrekord von 9,58 nun doch „unterlaufen“ wurde. Aber bei jenem Athleten, der 14,5 Meter pro Sekunde zurücklegte und in 9,32 über die Ziellinie strampelte, handelte es sich um einen Roboter aus dem Labor des chinesischen Tech-Konzerns Honor.

Einen Weltrekord der humaneren Art erzielte zur gleichen Zeit – ebenfalls auf asiatischem Boden – der Brite Johan Wright, der wie sein schärfster (österreichischer) Konkurrent mit Labor-Hilfe nix mehr zu tun haben will. Wright siegte in Daegu (Südkorea) in 12,03 vor Andreas Berger (12,57) und dem Kasachen Valery Zhumadilov (12,64). Was an deren 12-Sekunden-Zeiten über 100 Meter so besonders ist? Die drei vertraten bei der Senioren-WM die Generation 65 plus.

Berger, der – ebenfalls in Südkorea – 1988 bei Olympia Österreichs Sprint-Vertreter (10,34) gewesen war – hatte kürzlich seinen 65er gefeiert. Doch Alter schützt vorm Siegen nicht. Nach Silber lief Berger über 200 Meter in 26,18 sogar zu Gold.

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Wie später Bolt hatte sich Berger auch als Kicker versucht. Bolt bei einem australischen A-Liga-Klub, Berger seinerzeit in der Gmundener Reserve.

Zu schnell fürs Kicken?

Ob Weltrekordler Bolt oder Ex-Ö-Rekordler Berger – beide scheiterten letztlich am gleichen Problem. Indem sie nicht nur ihre Gegner, sondern auch den Ball überholten, der meist ganz woanders war.

Somit würde im Fußball der 100-m-Roboter-Champion erst recht versagen. Vermochte der doch nach seinem Rekordsprint in Peking nicht rechtzeitig zu stoppen, worauf er mit voller Wucht gegen die Wand krachte. Und für Minuten KI-hirntot war.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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