
Es waren zwei arbeitsintensive Tage in Villach, wo seit Montagmittag die Vereine der ICE Hockey League über die Zukunft des österreichischen Eishockeys diskutierten.
Einerseits ging es um künftige Regeln innerhalb der Liga, etwa wie die Kader leistbar bleiben können. Dafür wird eine Arbeitsgruppe gegründet, die aus Vertretern aus allen beteiligten Ländern bestehen wird. „Die Kaderregelung wird ein Schlüssel für die Zukunft der Liga“, bekräftigt ICEHL-Geschäftsführer Christian Feichtinger die Wichtigkeit einer Lösung.
Aber: Es muss ein Konzept gefunden werden, das für alle Mannschaften in den teilnehmenden Ländern zu gleichen Chancen führt und das auch keinen ständigen rechtlichen Risiken ausgesetzt ist, wie das derzeitige Gentlemen’s Agreement mit der Beschränkung auf maximal zehn Legionäre auf dem Spielbericht.
Detailliertes Konzept
Außerdem wurde ein mögliches Konzept unter einer neuen Verbandsführung mit einem Präsidentschaftskandidaten Christian Kern diskutiert. „Natürlich war der ÖEHV aufgrund der finanziellen Entwicklungen in den vergangenen Jahren und speziell in den letzten Monaten mit der Ungleichbehandlung der Frauen und der fehlenden Perspektive im Nachwuchs ein Thema“, sagt Capitals-Geschäftsführer Lukas Garhofer.
Dem Vernehmen nach sollen manche Klubvertreter überrascht gewesen sein, wie viele Details darin bereits bedacht wurden. In den nächsten Tagen soll in Ruhe weiter daran gearbeitet werden.
Eine weitere Beobachtung eines Teilnehmers: Klagenfurt und Wien haben wieder zu einer guten Gesprächsbasis gefunden.
Richtige Richtung bei den Frauen
Indes zeichnet sich im Streit um bessere Rahmenbedingungen für das Frauen-Nationalteam Bewegung ab. Die Spielerinnen, die lautstark Verbesserungen gefordert hatten, erhielten am Montag Antworten vom Verband, die sie aktuell im Detail besprechen. Aus Teamkreisen hört man, die Antwort sei „ein Schritt in die richtige Richtung“.
Der in der Gewerkschaft younion für die Eishockeyspielerinnen verantwortliche Sascha Tomanek bezeichnet das Schreiben vom Montag als „echten Gamechanger“ und betont den guten „Austausch auf Augenhöhe“ mit dem ÖEHV. „Die Spielerinnen wissen durchaus zu schätzen, was vom Verband gekommen ist.“
Spielerinnen und Gewerkschaft blicken den Gesprächen positiv entgegen: „Wir sind alle der Meinung, dass wir das in den nächsten Tagen einer guten Lösung zuführen können.“
Source:: Kurier.at – Sport



