
Da verschlägt es Mats Hummels einmal nach Innsbruck und dann erlebt der Fußball-Weltmeister von 2014 gleich die abenteuerlichsten Dinge.
Er kletterte auf das Dach des Tivolistadions, um von dort oben beim Discgolf Frisbeescheiben auf den Rasen zu werfen. Er machte Bekanntschaft mit Olympiasiegerin Janine Flock („die war mir kein Begriff“) und hat jetzt eine Einladung zu einer Skeletonfahrt („ich weiß nicht, ob ich mich das traue“).
Obendrein versuchte sich der 37-Jährige beim Brauchtumssport Plattenwerfen und beim Rope Skipping (Seilspringen) und musste das erste Mal in seinem Leben sein Autogramm auf eine Frisbeescheibe setzen. „Ich hatte viele erste Male heute, aber das hat mir gefallen.“
Mats Hummels ist neben Janine Flock das prominente Gesicht der Sportunion für das große Edgy-Sports-Event im Frühjahr 2027 in Innsbruck (www.edgysports.at). Dabei holt die Sportunion, die 220 verschiedene Sportarten unter ihrem Dach hat, exotische Bewerbe und Disziplinen vor den Vorhang.
Einer wie Hummels passt da perfekt dazu, denn in seinem Podcast „Alleine ist schwer“ widmet sich der ehemalige Fußballstar immer wieder den sogenannten Edgy Sports.
Der KURIER traf den 78-fachen deutschen Teamspieler in Innsbruck. Mats Hummels über . . .
seine Versuche in Innsbruck
Am schwierigsten war sicher das Rope Skipping. Da habe ich mich wie ein Mammut gefühlt. Das Highlight war der Wurf vom Stadiondach. Der Ehrgeiz ist bei mir immer da, wenn ich etwas ausprobiere, dann will ich das können. Und es wurmt mich, wenn ich es nicht beherrsche.
sportliche Betätigungen während seiner aktiven Fußballkarriere
Ich habe alles weggelassen, was zu exotisch und zu riskant war. Sogar auf das Golfen habe ich aus Rücksicht auf meinen Rücken verzichtet. Im Februar war ich heuer das erste Mal seit 19 Jahren wieder auf der Skipiste. Im Moment spiele ich Padeltennis.
den Rücktritt vom Profifußball im Jahr 2025
Nach so vielen Jahren plötzlich ohne diesen strukturierten Alltag zu sein, war herausfordernd, aber zugleich auch befreiend. Fremdbestimmt zu sein, hat mir überhaupt nicht gefehlt. Natürlich fehlt mir das Fußballspielen, mir fehlt auch die Mannschaft. Das ist vorbei. Beim Padeltennis spiele ich jetzt vor 40 Leuten und nicht mehr vor 80.000.
die Lebensgewohnheiten nach dem Rücktritt
Mir ist es wichtig, fit zu bleiben und diesen athletischen Status nicht zu verlieren. Aber ich esse und trinke jetzt, was ich will. Früher habe ich immer das Dessert weggelassen, heute nehme ich von 15 Mal im Restaurant 14 Mal den Nachtisch.
seinen Bezug zu Österreich
Ich weiß, dass Jogi Löw in diesem Stadion Meister geworden ist. Mein größter Bezug zu Österreich ist das Skifahren. Als Kind war ich auch ein großer Skisprungfan, die Vierschanzentournee hat mich immer interessiert. Leider war ich noch nie in Innsbruck dabei, das Hahnenkammrennen kommt hoffentlich auch noch einmal.
sein Leben in der Öffentlichkeit
Ich führe mein Leben ganz normal und wollte mich auch nie verstecken. Es gibt ja Fußballer, die mit einer eigenen Security herumlaufen. Bei allem Respekt, das ist nicht notwendig. Es gibt natürlich Orte, an denen es schwieriger ist. Nächste Woche beginnt die Wiesn, das ist für mich im Zelt schon immer ein Spießrutenlauf.
das deutsche Fußball-Nationalteam
Die Qualität ist in der Breite nicht mehr so gegeben wie bei unserer 2014er und 2016er-Mannschaft. Damals …read more
Source:: Kurier.at – Sport



