
Die Wortmeldung war allemal auffallend: Bei der Klubklausur in Illmitz erzählte Burgenlands SPÖ-Chef und Hans Peter Doskozil, dass er via SMS Kontakt zu Gerhard Zeiler habe und diesen treffen werde.
Jenen Gerhard Zeiler, der zuletzt als Alternativ-Kandidat für Vizekanzler Andreas Babler gehandelt wurde, und der in Interviews erklärt, er würde in der SPÖ gern Verantwortung übernehmen – sofern man ihn fragt.
Ist der Kontakt zwischen Zeiler und Doskozil ein weiteres Indiz dafür, dass sich an der Parteispitze etwas tut? Immerhin wäre Doskozil nach Kärntens Daniel Fellner und Wiens Michael Ludwig der dritte SPÖ-Landeshauptmann, den Zeiler binnen weniger Wochen trifft.
In Eisenstadt vermittelt man den Eindruck, dass das Gespräch mit Zeiler vor allem einen Grund hat: Höflichkeit. Zeiler werde nicht „nächste Woche“, sondern „in den nächsten Wochen“ einen Termin bekommen, heißt es. An der Haltung Doskozils habe sich nichts geändert: Ja, die Umfragewerte seien desaströs. Gleichzeitig sei es aber zu wenig, nur Personen auszutauschen. Von einer Annäherung an Zeiler könne nicht die Rede sein, im Gegenteil: In Eisenstadt gibt es zwischenmenschliche Vorbehalte gegen den 71-Jährigen. Zeiler hat vor Jahren nicht nur den Kurs der burgenländischen SPÖ kritisiert, sondern öffentlich erklärt, er werde aus der SPÖ austreten, sollte Doskozil ihr Vorsitzender werden.
Source:: Kurier.at – Politik



