Ministerin Bauer legt sich mit Influencer Satansbratan an: „Oida, ich hab das echt so satt!“

Politik

Integrationsministerin Claudia Bauer präsentiert sich seit Einführung des Kopftuchverbots als streitbare Verfechterin ihrer Maßnahme. Dem Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) richtete sie zuletzt aus, sie sei „irritiert“ von dessen Auftritt in der ZiB 2 gewesen, in dem er betont hatte, dass jedes Mädchen selbst über das Tragen des Kopftuchs entscheiden solle.

„Auch für den obersten Vertreter einer Glaubensgemeinschaft in Österreich muss die Einhaltung unserer Gesetze völlig selbstverständlich und klar sein“, sagte die Ministerin da kurz und knapp.

In einem Video, das Bauer am Freitag auf Instagram veröffentlichte, wurde die Integrationsministerin jetzt noch deutlicher. Man könnte auch sagen: deftig.

„Oida, ich hab das echt so satt“, regte sich Bauer da in plattformgerechter Sprache über ein Video von „Satansbratan“ aka Erik Seidl auf.

Der Influencer ist bekannt für seine unterhaltsamen Sketches, nimmt in kurzen Videos aber auch immer wieder zu gesellschaftlichen Themen Stellung.

Zum Kopftuchverbot, das seit Beginn dieses Schuljahres für alle Mädchen unter 14 Jahren gilt, meinte er in einem Video, das Kopftuch werde Mädchen „vom Schädel gerissen, weil es euch nicht passt. Weil es euch nicht passt, dass sich eine 12-Jährige schützt.“

Bauers Antwort: „Was uns nicht passt, sind genau solche Ansichten. Ein Mädchen solle sich mit einem Stück Stoff schützen? Wovor denn genau?“

Satansbratan erklärte es in seinem Video selbst. „Man sieht, wie die ganzen Leute draußen geiern. Wie jeder Mann hinterherruft.“

Laut Bauer ein „ekelhaftes Argument“. „Frauen und Mädchen müssen sich verschleiern, damit sich Männer nicht daran aufgeilen, damit sie nicht missbraucht werden? Wir reden da immer noch über 8-, 9-, 10-jährige Mädchen, über minderjährige Mädchen, die frühsexualisiert werden und die als Objekt behandelt werden.“

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Genau deswegen sei das Kinderkopftuch so wichtig, hält Bauer zum Abschluss des Videos fest. „Damit Mädchen sicher und selbstbewusst aufwachsen können, in einer Gesellschaft, in der ihnen niemand einredet, dass sie sich vor geiernden Männern schützen müssen.“

Gemischte Reaktionen

Punkt gemacht – möchte man meinen. Denn in den sozialen Medien ist so ein „Reaction-Video“, in dem man auf den „Content“, also die Videos eines anderen Creators, Influencers, reagiert, meist nur der Auftakt zu einer längeren Auseinandersetzung. Mit einer einzelnen Aussendung wie zuletzt zum IGGÖ-Präsidenten in der ZiB 2 ist es damit nicht getan.

Satansbratan nahm den „Beef“, den Streit, gerne an und erklärte seinen 308.000 Followern via Video: „Da seht ihr, wo unser Steuergeld hinfließt, nämlich ins Video von der Frau Ministerin“, sagte er in einer ersten Reaktion. Bauer hätte seine Aussagen aus dem Kontext gerissen.

Immerhin hat er im selben Video, auf das Bauer reagierte, auch Folgendes gesagt: „Das geht an alle Jungs da draußen: Egal, ob Moslems, Juden, Christ. Und es geht auch nicht darum: Hey, die wollen sich schützen vor Männern“, sagte Satansbratan darin. „Es geht um ihren Glauben. Die machen das für Allah.“

Seine letzte Antwort auf Bauer: „Der einzige Grund, weshalb Politiker auf meine Videos reacten? Weil sonst keiner ihre Videos schauen würde.“

Positive Kommentare und reichlich Aufrufe erhielten übrigens beide. Hier sehen Sie noch Satansbratans Original-Video:

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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