
Am 10. September hatte der KURIER über die bevorstehende Trennung von Peter Schöttel durch den ÖFB berichtet. Am Tag danach wurde die Abberufung des Sportdirektors dann auch vollzogen und der Öffentlichkeit präsentiert.
Für viele Insider war nicht die Trennung selbst, der Zeitpunkt und die schnelle Abhandlung aber sehr wohl überraschend. Seither hält sich hinter den Kulissen hartnäckig das Gerücht, wonach der ÖFB schon zu diesem Zeitpunkt einen Wunschkandidaten für den Posten an der Hand hatte, dieser dann aber absagte.
Der Kontakt besteht
KURIER-Informationen zufolge soll es bereits vor der Trennung von Schöttel Kontakt zwischen Josef Pröll und Peter Stöger gegeben haben. Auf Nachfrage bestätigt der ÖFB-Boss nun auch, mit dem ehemaligen Rapid- und Austria-Trainer in Kontakt zu stehen. „Ich bin mit ihm laufend in Kontakt, aber nicht in dieser Frage.“
Pröll verweist auf das Anforderungsprofil, das demnächst fertiggestellt werden soll. „Das Gebilde steht. In den nächsten Tagen fällt die Entscheidung über die externe Begleitung in diesem Prozess.“ Der ÖFB will für die Suche einen Personalberater oder Headhunter engagieren. Pröll: „Es wird dabei definitiv keine Vorgabe von Namen geben.“ Nachsatz: „Nicht von mir.“
Gemeinsam bei der Austria
Fakt ist: Josef Pröll und Peter Stöger kennen einander aus gemeinsamen Zeiten bei der Wiener Austria. Pröll fungierte von 2018 bis 2021 als Vizepräsident und Aufsichtsratsmitglied bei den Violetten. Stöger war in der Saison 2019/20 Austrias Sportvorstand und ab Sommer 2020 wieder Trainer in Favoriten. Der KURIER erreichte den 65-fachen ehemaligen ÖFB-Teamspieler am Dienstag nicht für eine Stellungnahme.
Allerdings: Beziehungen wie diese können ohnehin nicht einfließen in die Suche nach dem neuen Sportdirektor. Denn wie sagte Josef Pröll bei der Pressekonferenz am 14. September noch selbst? „Ich halte nichts von Netzwerken und anderen Dingen, oder Zurufe zu bekommen, wer sich aller was verdient hätte.“
Source:: Kurier.at – Sport



