Lebensmittel: So sparen die Österreicher beim Einkauf

Wirtschaft

Weil Nahrungsmittel teurer werden, setzen die österreichischen Konsumenten beim Einkauf immer mehr auf Aktionen. Jeder dritte Euro, der im Supermarkt oder Diskonter ausgegeben wird, fließt mittlerweile in Rabattware, so das Ergebnis einer Analyse der AMA-Marketing. Spontankäufe werden seltener, Einkäufe stärker geplant und Preise und Aktionen immer wichtiger, sagt AMA-Marketing-Chefin Christina Mutenthaler-Sipek.

Insgesamt gaben die heimischen Konsumenten im ersten Halbjahr 2026 weniger Geld für Lebensmittel aus. Im Vergleich zur Vorjahresperiode sanken die Ausgaben um 3,2 Prozent, mengenmäßig gab es einen Rückgang von 4,6 Prozent. Vor allem Familien mit Kindern achten verstärkt auf ihr Haushaltsbudget.

Fleisch und Wurst werden oft in Aktion gekauft

Besonders hoch ist der Aktionsanteil mit mehr als 40 Prozent bei Fleisch und Wurst. Um Geld zu sparen, sind laut Umfrage Menschen auch verstärkt bereit, für ihren Einkauf unterschiedliche Supermärkte aufzusuchen. Steigender Beliebtheit erfreuen sich auch die Handelsmarken. Auf sie entfallen laut Analyse bereits zwei Drittel der Ausgaben im Lebensmittelhandel. Vor allem bei Eiern, Gebäck, Milch- und Fleischprodukten greifen demnach Konsumenten zu Eigenmarken der Supermarktketten.

Neben dem Aktionsanteil stieg auch die Marktkonzentration. Nach dem Wegfall von Unimarkt und Schließungen kleinerer Händler entfallen mittlerweile 88,6 Prozent auf die vier großen Ketten (Billa, Spar, Lidl, Hofer), 2,8 Prozent auf die restlichen Lebensmittelhändler und 8,6 Prozent auf den Fachhandel und Direktvermarkter.

Bio und Regionalität bleiben wichtig

Preise und Angebote seien wesentliche Treiber für das Einkaufsverhalten, sagt Marktforscherin Micaela Schantl. Trotzdem würden die Menschen vor allem dort sparen, wo sie deswegen keine geringere Qualität kaufen müssen.

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Das zeige sich auch beim stabilen Bio-Anteil. Denn dieser war trotz der Sparsamkeit mit 12,6 Prozent in der ersten Jahreshälfte weiterhin hoch. Für Mutenthaler-Sipek zeigt das, dass „gesunde Ernährung und regionale Herkunft den Menschen trotz der Preise weiterhin wichtig sind“.

Die Senkung der Mehrwertsteuer für bestimmte Lebensmittel ab Juli ist in den AMA-Marketing-Daten noch nicht enthalten. Ob das Einfluss auf das Kaufverhalten nehme, können sie daher noch nicht sagen, so Mutenthaler-Sipek. Mit wesentlichen Verschiebungen aufgrund der Senkung sei allerdings nicht zu rechnen.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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